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  • Naturzucker

mehr als 1000 Beiträge seit 06.03.2012

Lügenpresse

Für kritischen Journalismus bietet der völkerrechtswidrige Angriff ziemlich viele offene Fragen.

1) gab es überhaupt einen Angriff mit chemischen Kampfstoffen?

2) Cui bono?

2a) welchen miliärischen Vorteil hätten Assads Truppen von einem Einsatz chemischer Kampfstoffe, wo doch die USA für diesen Fall ihr Eingreifen angekündigt hatten?

2b) welchen militärischen Vorteil hätten die Islamisten von einem Einsatz chemischer Kampfstoffe?

3) wenn die USA angeblich Chemiewaffenlabore bombardiert haben, dann hatten sie also Kenntnis über Existenz und Lage solcher Einrichtungen. Die werden sie nicht erst in der letzten Woche erlangt haben. Wieso haben sie demnach nicht schon vorher interveniert? Den UN-Sicherheitsrat angerufen oder entsprechende Organisationen informiert?

4) auf welcher rechtlichen Basis treten die USA als Ankläger, Richter und Vollstrecker in einer Person auf?

Die Mainstream-Medien stellen überwiegend solche Frage nicht, statt dessen stellen sie sich an die Seite der USA und tun so, als seien Tat und Verantwortung Assads zweifelsfrei bewiesen.

Sie geben sich wieder einmal alle Mühe, den Eindruck zu bestätigen, dass der Vorwurf der Lügenpresse vollumfänglich zutreffend ist.

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