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  • Irwisch

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Ungesund Essen als sozialwidriges Verhalten

Eines scheinen die Gesetzgeber noch nicht begriffen zu haben: Wer sich gesund ernähren möchte, der muß mehr Geld dafür ausgeben. Das hat aber ein Hartz-IV-Bezieher gar nicht, also kann er sich gar nicht erst gesund ernähren, im Bio-Laden einkaufen usw. Wenn der "Hartzer" dann demnächst vier Jahre am Stück dauersanktioniert wird, hat er noch weniger Geld für gesundes Essen zur Verfügung, wird dadurch möglicherweise noch kränker und dafür dann noch einmal sanktioniert. Irgendwann reicht das Geld nicht mal mehr zum Wohnen, er muß auf die Straße und wird dafür noch einmal sanktioniert, weil er damit ein weiteres Vermittlungshemmnis produziert hat.

Wie kann man überhaupt jemandem, der gerade über das absolute Existenzminimum verfügt, im Monat 125 Euro davon wegnehmen? Und wenn er dann noch einmal sanktioniert wird, sind's gleich mal 60 Prozent unterm Existenzminimum. Das ist doch MORD!!! Seit wann ist Mord denn hierzulande erlaubt?

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