Avatar von schmofarz

mehr als 1000 Beiträge seit 01.08.2007

"logischerweise betrifft dies nur ... Texte, die (offi...) veröffentlich werden"

Der Author schreibt:

"So nimmt das Urheberrechtsgesetz amtliche Werke aus
 dem Schutzbereich
 von vorne herein aus, da der Staat insoweit ein Interesse
 an Verbreitung hat, das nicht von Urheberrecht behindert
 werden soll –

 logischerweise betrifft dies nur solche
 Texte, die (offiziell) veröffentlich werden."

Der Logik kann ich beim besten Willen nicht folgen.

"Mutmasslicher weise" schon eher, aber nicht
 "logischerweise", denn, um diesen Schluss zu ziehen,
 braucht es noch mehr gesetzliche Substanz.

Dem niedergeschriebenen Gesetz eine Bedeutung
 unterzuschieben, die weit über der der
 niedergeschriebenen Schrift liegt, und diese
 obendren geradezu negiert, ist schon sehr dreist.

Und wenn bitte die Keule der "ursprünglichen Idee
 und der Geist des Gesetzes" hervorgekramt wird,
 dann bitte soll dieser bitte auch gleich persönlich
 erscheinen und den Sachverhalt aufklären.

Wobei man sich der ursprünglichen Idee der Gesetze
 schon sehr wundern darf, wenn die Gesetzgeber
 grobe Mängel damit abtun, dass das Gesetz ja noch
 keine Gelegenheit hatte, in der Öffentlichkeit
 getestet und angewendet zu werden.

Wann bitte - wir sind technologisch schon längst
 soweit - werden Gesetze endlich formal korrekt
 und maschinenlesbar abgelegt, um noch vor der
 Verabschiedung grobe Mängel zu erkennen und
 beseitigen zu können?

Da traut sich wieder einer nicht an die Axiome ran.

Kleine Hilfestellung: http://coq.inria.fr/

Edit: ach, ich vergas: Jura ist doch wieder
 so eines dieser Laberfächer, wo echtes Denken 
 nur hinderlich ist. Dieser Status Quo darf
 keinesfalls in Frage gestellt werden.

Gruß

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