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  • etwasvernunft

mehr als 1000 Beiträge seit 03.09.2012

Das eigentliche Problem der Linken ist, dass deren Vorstellung von ...

... der Logik der Geschichte sich im Prinzip nicht von der der heute so genannten Neoliberalen unterscheidet. Die eigentliche Unterscheidung ist nur die Vorstellung davon, wer am Ziel an den Hebeln der Macht sitzen wird: Bei den Neoliberalen sind das die Oligarchen, also die Kaste der Neo-Feudalisten und bei den Linken die Avantgarde des Proletariats. Gemeinsam ist beiden die globale Orientierung (sozialistische Internationale) und die Entmachtung der Basis.

Der Urkonflikt geht bereits auf die Anfänge des Sozialismus zurück in der Auseinandersetzung zwischen Proudhon und K. Marx. Während ersterer auf eine genossenschaftliche Organisation der Wirtschaft hinaus wollte, war Marx für Zentralismus und Verstaatlichung. Es ist somit nicht weiter verwunderlich, dass führende Neoliberale als Studenten Trotzkisten waren - Trotzki als der Repräsentant des Internationalismus.

Sowohl Sozialisten als auch Neoliberalen ist der Nationalstaat ein Graus, der auf das mindeste zurück geschnitten werden muss. Aber beide sehen in ihm den Garant ihrer Macht. Ihr gemeinsamer Feind ist der Bürger, der seine politischen Rechte im lokalen und nationalen Rahmen wahrnimmt. Also ist auch die Linke an allen Instrumenten der Macht interessiert, die einst in Händen zu halten ihr ewiger Traum ist. Sie rechnen allerdings nicht mit den Kräften des Neoliberalismus, denn es gibt eine sich weltweit einig seiende Kaste von Superreichen, die sich wegen ihrer Finanzkraft und ihren Verbindungen mit dem Imperium sicher ist, dereinst alle Macht auf sich zu vereinigen. Dies erklärt das Phänomen, warum deren Stiftungen sich dezidiert links nennende NGOs finanzieren. Also die Fußtruppen der Oligarchen.

Bedenkt man dies, ist die Reaktion der LINKE, die ja eigentlich eine umbenannte SED mit im Prinzip dem gleichen Personal ist, völlig einsichtig. Auch eine DDR hätte sich der Corona-Krise bedient, um ihre Herrschaft zu festigen.

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