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  • kamka

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Die EU hat sich längst selber in ihrer Expansion zum Widerspruch entwickelt

Schon mit der Expansion auf jetzt 27 Staats-
gebiete ist die EU an die Grenze dessen ge-
langt, wie so unterschiedliche Auffassungen
überhaupt noch integriert werden können.

Doch in Brüssel und anderen nationalen
Metropolen konnte man gar nicht genug
neue Mitglieder "ins Boot" holen, um
den nationalen Expansionsdrang durch
die Form der EU zu kaschieren.

Großbritannien hätte nie den überna-
tionalen Vorschriften von "Grundrechten"
zugestimmt, genau so wenig, wie es einer
Währung zugestimmt hat. GB will den
freien Handel ohne Zollgrenzen, mehr
nicht. Und gleich danach kommen in
Anlehnung daran die Holländer, die
auch eine stärkere Integration nicht
wollen.

Und wenn jetzt die Polen und Tschechen
ebnefalls sich querlegen, dann sieht
man, welche Allianzen sich dabei auf-
tun: das Konzept dieser Integration durch
Verzicht nationaler Rechte einerseits
und der externen EU-Expansion (jetzt
wird sogar von einer EU-Armee schon
phantasiert) ist vollkommen geschei-
tert.

Die treibenden Kräfte hinter dieser
Expansion schäumen schon jetzt vor
Wut ob ihrerer gescheiterten Blüten-
träume. Interessant wird es erst wer-
den, wenn das Spektakel am Wochenende
auseinanderfällt. EU gelähmt, Merkel ge-
scheitert.

D.h., ab nächster Woche kann genau beob-
achtet werden, wie die Agressionen, die
nach außem gerichtet werden sollten, sich
jetzt nach innen richten. Aus diesem
Widerspruch heraus wird sich die EU
weiter- oder zurückentwickeln. Wie
sagte doch Margret Thatcher nach dem
Ende des Kalten Krieges: jetzt beginnt
wieder das Zeitalter der nationalen
Konflikte. 
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