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  • jaho

mehr als 1000 Beiträge seit 25.06.2001

Natürliches

Danke für die Literaturhinweise. Fromm und Adler sind mir ein
Begriff, ist jedoch schon fast zwei Jahrzehnte her.

Irwisch schrieb am 29. März 2005 16:41

> > Welche (falsche) Verwendung kommt Dir hier in den Sinn?
>
> Beim Begriff "Macht" der häufige Einwand, daß Machtstreben doch ein
> natürlicher Bestandteil des Menschen sei, was ebenso einen Irrtum
> darstellt

Ob es ein Irrtum ist, mag ich nicht zu beurteilen, kann höchtens hier
ein "natürliches" Argument einbringen: Die (streng) hierarchische
Ordnung bei manchen Tierarten, z.B. Affen lässt doch darauf
schliessen, dass die Mechanismen "Macht" und "Machterlangen" _auch_
natürlich sein könnten. Ein Wesen, dass Macht (über andere) besitzt,
hat Vorteile (z.B. in der Partnerwahl, bei der Menge des
Futters/Essen, etc. Beim Menschen wären es z.B. monetäre oder soziale
Vorteile).

> wie die weitverbreitete Ansicht, der Mächtige sei
> biologisch eben etwas Wertvolleres als der Ohnmächtige.

Nun, diese Ansicht gehört ins vorvergange Jahrhundert. Die Natur ist
nicht "perfekt", sprich nicht alles, was in der Natur vorkommt, ist
perfekt (obwohl es so scheint), sondern "nur" genügend gut. Die
Kategorie "wertvoll" ist eine menschliche und keine natürliche.

> Im Gegenteil
> ließe sich bei entsprechenden statistischen Untersuchungen
> nachweisen, daß Menschen, die einen ausgesprochenen Machtwillen
> entwickelt haben, damit lediglich früh erworbene
> Minderwertigkeits-Empfindungen kompensieren.

Könnte/kann sein, muss aber nicht (immer) so sein.

> Bei tiefergehendem Interesse darfst du mich gerne anmailen.

Danke. Bist Du Psychiater oder Psychologe oder sonst vom Fach?

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