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  • freudhammer

665 Beiträge seit 14.12.2014

Kein Modell

Mit Casinogewinnen eine Gesellschaft zu finanzieren, ist keine Lösung, eine irgendwie übertragbare sowieso nicht. Auch der Wohlstand der Schweiz oder anderer Gauner- und Blutgeldinseln, die ihre Bevölkerung ein wenig am Reichtum teilhaben lassen, damit sie nicht revoltiert, kann kein Modell sein. Von der Produktivität der Maschinen, der Automatisierung und Digitalisierung den Menschen einen gerechten Anteil abzugeben, sollte sich dagegen von alleine verstehen. Dadurch würde der Einzelne seinen ihm als Angehöriger der Gattung Mensch zustehenden Anteil am menschlichen Erfindungsgeist bekommen, der sich im Laufe der Geschichte angesammelt hat. Was für eine Dreistigkeit, wenn ein Unternehmen behauptet, der Reibach aus einem Automaten stehe ihm zu, nur weil er vielleicht für die letzte Spitze des Erkenntnisberges eine Lizenz oder ein Patent besitzt. Die 9,9 Zehntel des Eisberges darunter gehören aber der Menscheit als Ganzem!

Und so könnten das Überleben sichernde Alimente, als Zins aus der menschlichen Erfindungskraft der Ahnen, den Menschen die Sicherheit geben, ihre weitere Arbeitskraft der Familie oder der Gesellschaft zur Verfügung zu stellen. Wer sich aber über das reine Existieren hinausgehende materielle Wünsche erfüllen möchte, dem darf man das Pulver dafür nicht schenken, denn alles darüber Hinausgehende würde den Menschen mehr schaden als nützen. Irgendein Weiser hat einmal geschrieben, dass man dem Menschen seine Würde nimmt, ihn manchmal sogar zerstört, wenn man ihm sein Brot schenkt. Bei unreifen Menschen wissen das einige von uns aus eigenem Erleben zu berichten, wie etwa frühe Erbschaften junge Menschen zerstören, weil sie es nicht mehr für nötig sehen sich zu entwickeln und etwas zu erarbeiten. Sie sitzen dann gleichsam wie eine Muschel auf einem Stein und überlassen es dem Wasser, ihnen die Nahrung in den Mund zu spülen.
Es gäbe wohl nichts Schrecklicheres, als jungen Menschen dauernde Sattheit zu schenken und ihnen damit den Antrieb zu rauben, sich selbst etwas zu erarbeiten.

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