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  • freudhammer

829 Beiträge seit 14.12.2014

Alts Märchenstunde

Ist schon wieder Franz Alts Märchenstunde dran? Herr Alt glaubt ja an einiges, dieses Mal zieht er u.a. Parallelen zwischen Klimasektierern mit der Bürgerrechtsbewegung der DDR. Ich schließe aus seinen Ausführungen, dass er auch daran glaubt, dass Ulbricht die Mauer gebaut hat, so als wenn die DDR und die BRD nicht von ihren Besatzern ihre Politik bis ins Kleinste diktiert bekommen hätten. Dass die Montagsdemonstranten in der DDR den Ostblock zum Einsturz brachten, ist auch so ein Märchen, die Demos waren erfreuliche Begleitmusik, nicht mehr. Der Irrsinn des Kalten Krieges rechnete sich wohl nicht mehr, die Sowjetunion war reif für die Übernahme durch die Oligarchen. Diese fielen auch nicht vom Himmel, sondern waren schon immer da, betrieben Gewerbe unter dem Radar der Öffentlichkeit, ob geduldet oder von der Partei gefördert, weiß ich nicht.
Und nun lese ich, Zitat:

„Damals "Wir sind das Volk", heute "Wir sind das Klima.“

Abgesehen davon, dass es kaum eine unsinnigere Parole geben kann, wie die von Franz Alt, man beleidigt m.E, damit auch die Bürgerrechtsbewegung der DDR, auch wenn sie mir wegen ihrer Kirchennähe und ihrer offensichtlichen Sehnsucht nach den Fleischtöpfen des Kapitalismus (vom linken westlichen Feldherrenhügel aus betrachtet) immer suspekt waren. Die gruseligsten ihrer Vertreter haben später den West-Grünen auch den Rest gegeben. Und von wem Gauck und Merkel in die hohen Ämter gehievt worden sind, die beide erst auf den Wagen aufgesprungen sind, als der Käse gegessen war, braucht man wohl nicht lange raten.

Es spekulieren heute verschiedene geschätzte Köpfe darüber, ob man der CO2-Bewegung nicht ein Licht aufgehen lassen kann, damit sie nicht weiter wie hypnotisiert in eine Ecke starren und endlich die wirkliche Umweltzerstörung und ihre Verursacher wahrnehmen. Mancher Linker sinniert auch darüber, ob man diese Bewegung dann nicht als Transportmittel benützen könnte, für eine breite Zusammenarbeit zwischen Ökologie- und Friedensbewegung, bei der jede Seite, im Interesse der guten Sache, die trennenden Ansichten in Teilbereichen toleriert. Die einen verkneifen sich ihr Lächeln über die CO2-Apokalypse, die anderen massieren ihren Nacken, damit sich ihr Kopf wieder bewegen lässt und sie bemerken was links und rechts und über und unter ihnen an Gaunereien passieren. Und zusammen treten sie der sich im Aufbau befindlichen Diktatur des internationalen Kapitals in den Allerwertesten.

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