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  • Thanks_for_all_the_fish

mehr als 1000 Beiträge seit 25.10.2014

Was für ein schrecklich billiger Lobbyartikel.

Lobby 1.0:

Doch nicht nur der schwache deutsche Markt mit seiner hysterischen Dieseldebatte macht den Herstellern zu schaffen. Global sinkt die Nachfrage nach Autos "Made in Germany" drastisch.

Die "Dieseldebatte" ist alles andere als hysterisch. Die Flachheit der Autoren und ihre verlogene Argumentation ist erschrecken. Ich hoffe sie haben Heise dafür bezahlt hier eine Bühne zu bekommen...und nicht umgekehrt!
Der Industrielle Schaden für Deutschlands "Schlüsselindustrie" ist hausgemacht. Genauso wie in Detroit wo man jeden Trend zur Erneuerung verschlafen hat, ist auch Deutschland das neue Detroit 2.0 aufgrund eben solcher Gefälligkeitsartikel und Subventionsdenkens. Die "Anderen" wollen unserer Industrie schaden? NEIN, ein Sack Reis ist umgefallen. In einem globalisierten Markt jeder gegen jeden, ist nun mal die "EIGENE" Gewinnmaximierung Ziel. So lange man auf Leumund setzen kann und auf Qualität kann man gut verkaufen. Aber falsche Industriepolitik ist nun mal falsche Industriepolitik. Versuchen wir das zu übersetzen oder zu ändern was die Autoren gesagt haben oder hätten sagen müssen:
Doch nicht nur der schwache deutsche Markt mit seiner durch Lug und Betrug selbstverursachten Dieseldebatte, nebst Jahrzehntelangen Versäumnissen in der Umwelt und Verkehrswegepolitik in Deutschland, macht den Herstellern zu schaffen. Global sinkt die Nachfrage nach Autos "Made in Germany" drastisch. Dies vor allem weil die Modelle altbacken aber teuer sind und die Deutschen technologisch, über zwei Jahrzehnte bequem gesteuerter Lobbypolitik in Berlin, ins Hintertreffen gerieten. Genauso wie Detroit seinerzeit. Nun ist es spät und die Panik unter den Akteuren bricht aus. Vor allem im europäischen Ausland hat die Verlogenheit des Betrugsskandals einen Vertrauensverlust beim Konsumenten, geradezu biblischen Ausmaßes, erreicht. Man kaufte in den letzten Monaten, wenn deutsch, dann über Preisnachlass. Fatal!

Es ist Zeit, dass Realität einzieht. Wenn bereits andere versuchen, unsere Schlüsselindustrie zu schädigen, dann sollten wir wenigstens eben dies unterlassen.

Also: die These der "Autoren": weil wir alles in den letzten zwanzig Jahren selbst falsch gemacht haben, weil die Weichen falsch gestellt wurden, weil die Industrie verhätschelt wurde (wie viel hat noch mal Zetsche verdient pro Jahr??). Weil man das Geld für den Technologieumschwung "à la Schumpeter" am Spieltisch, leichtfertig, verprasst hat, also dann: weiter wie bisher. Ein ganz italienisches "non si sputa nel piatto dove mangi". Schulterschluss der Verlierer und "Gesetz und Kultur des Schweigens der "Elite".

Honorarberater
Das ist wohl der einzige ehrlich Punkt dieser "Honorar-Analyse".

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