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  • rhea3dione

294 Beiträge seit 20.07.2014

Die Gegenseite ist dämonisiert - Zeit für die Auftritte «der Guten»

Heute die Weisshelme. Die unverwechselbare Kopfbedeckung ihrer Mitarbeiter verleiht der Organisation ‹Syrischer Zivilschutz› den werbewirksamen Namen. Es ist eine Regierungsgegner-Organisation - der syrische Staat hat längst entsprechende Einrichtungen. Die Weissen Helme werden nachweislich u.a. über diverse Aussenministerien finanziert, verfügen über ein Budget von über 30 Mio. US-Dollar. Dafür leistet man sich das Beste an Öffentlichkeitsarbeit (PR). Es hat sich gelohnt. Weisshelme sind bei West-Medien so beliebt, dass ihnen regelrechte Hagiographien als «Berichte» oder «Dokumentarfilme» gewidmet werden. Es regnet Auszeichnungen und den alternativen Friedensnobelpreis hat man seit Tagen bereits in der Tasche.

In Syrien selbst legen die geehrten Zivilschützer jedoch ein Benehmen an den Tag, welches nicht ganz dem Bild entspricht, welches ihre New Yorker PR-Agentur für sie zeichnet: Da freuen sich gefilmte Lebensretter, die Leichen ihrer Feinde auf den Müll werfen zu dürfen und verwenden dabei eindeutig sektiererische Begriffe. Uniformierte Weisshelme sehen wir beim Aufräumen nach Hinrichtungen und Zivilschützer in Zivil filmen sich entspannt beim Verspotten von Kriegsgefangenen vor deren Ermordung. Schliesslich gibt es auch noch Aufnahmen von Weisshelmen, wie sie begeistert mit der schwarzen Kriegsflagge der syrischen Al-Kaida wedeln. (...)

Quelle: > http://domiholblog.tumblr.com/ Der Syrien-Krimi

White Helmets ist ein anderer Name für die Organisation »Syrian Civil Defence«. Sie wurde 2013 von den USA gegründet. Japan, Grossbritannien und die USA warfen wie im Artikel erwähnt, 300.000 USD zusammen, engagierten den ehemaligen britischen Elitesoldaten James Le Mesurier und schulten zwei Tage lang 25 junge Syrer, die sie gut bezahlten mit Hilfe des türkischen »Elite natural-disasters response team« im Bergen Verschütteter und Erster Hilfe.

James Le Mesurier betreibt eine Firma mit Namen »Mayday Rescue« und Sitz in Dubai. Unter dem Punkt »How to help« auf der Seite der Firma findet man folgenden Text: »Mayday akzeptiert keine Freiwilligen an ihren Aussenstellen oder Ausbildungsstätten. Allerdings besteht die Chance sich an einem der wichtigsten Dinge zu beteiligen die wir tun, für weltweite Politikänderungen einzutreten und dabei die am meisten gefährdeten Communities zu schützen«. Klickt man auf den Link, so landet man ohne Umwege direkt bei den White Helmets.

Auch einige der Finanziers der Mayday-Aktivitäten nennt uns Le Mesurier freimütig auf der Website. »Finanziert werden die Mayday Programme durch großzügige Zuschüsse der Regierungen von:
• United Kingdom – Conflict Security and Stability Fund.
• Japan – Japan International Cooperation Agency
• Kingdom of Denmark – Ministry of Foreign Affairs
• Kingdom of The Netherlands – Ministry of Foreign Affairs"
• Germany – Auswärtiges Amt

Unter dem Punkt »What We Do« wird dezidiert nur das Weisse-Helm-Programm in Syrien genannt. Dort habe man 110 Teams mit insgesamt 2.700 Helfern im Einsatz. Allerdings, so Mayday, prüfe man ebenfalls die Möglichkeiten von, so wörtlich »zivilschutz-basierten Stabilitätsprogrammen in anderen arabischen Ländern, u.a. im Irak und im Jemen«.

Im Frühjahr 2014 wurde dann die US-amerikanische PR-Agentur Purpose von einem oder mehreren Geldgebern beauftragt, eine PR-Kampagne gegen die Assad-Regierung und für die Rebellen in Syrien zu starten. Das Ergebnis war »The Syria Campaign«, ein Internetportal, das auf diffizile Weise Propaganda für die syrischen Rebellen (aka Terroristen) und gegen die syrische Regierung betreibt. The Syria Campaign erhielt laut eigener Website eine Anschubfinanzierung durch die "Ayman Asfari Stiftung". Ayman Asfari ist ein Milliardär, der sein Geld in der Öl- und Gasbranche gemacht hat. Als Telefonkontakt gibt die Organisation eine Nummer in Beirut und eine in New York an, dort wo auch die Agentur Purpose ihren Sitz hat. Ruft man die Nummer in New York an, meldet sich dort nur ein Anrufbeantworter.

Die erste große Aktion von The Syria Campaign war die Torpedierung der syrischen Präsidentschaftswahlen am 3. Juni 2014. Obwohl zum ersten Mal in der syrischen Geschichte mehr als ein Kandidat zur Wahl standen, erklärte The Syria Campaign diese Wahlen für illegitim und wirkte beispielsweise solange auf Facebook ein, bis diese sämtliche bezahlte Wahlwerbung auf ihren Seiten unterband.

Von Anfang an entwickelte The Syria campaign eine gewaltige Medienpräsenz für ihr Projekt »The White Helmets«. Die Aktionen der Weissen Helme wurden geradezu mythologisiert und verherrlicht. Angeblich, so behaupten die Weisshelme, seien sie überparteilich und würden unabhängig von der Zugehörigkeit der Kriegsparteien, jedermann helfen. Tatsache aber ist, dass die unparteiischen Lebensretter nur in den Rebellengebieten Idlib und Aleppo tätig sind.

Ihre primäre Funktion ist die Propaganda. Sieht man sich einmal ihre Internetseite, ihren Facebook- und Twitter-Account etwas näher an, so stellt man fest, das dort sachliche Information völlige Fehlanzeige ist. Die Nähe zu The Syria Campaign wird überdeutlich durch die angegebene Kontaktadresse. Die lautet (info@thesyriacampaign.org).

Es lässt sich festhalten, dass die GEZ-Medien sich bei ihren Berichten auf von Interessen gesteuerte PR, statt auf seriöse Nachrichtenquellen stützen. Vermutlich auch gezielt gesteuert von den vier Nachrichtenagenturen und den mittlerweile diversen existenten Kommunikations-Zentren der NATO, der NATO-Länder, der EU etc. und natürlich der streng »geheimen« Interessen.

Besser als es Rick Sterling, einer der Gründer des »Syria Solidarity Movement« in El Cerrito, Kalifornien, auf der Website »Dissident Voice« schreibt, von der auch viele Informationen für diesen langen Post stammen, kann man es kaum ausdrücken:

»Die Manipulatoren setzen auf emotionale Bilder und Nachrichten, nicht Fakten. Sie sind abhängig von bereitwilligen Partnern in den Mainstream-Medien, die die einfachen Charakterisierungen, wer oder was gut oder schlecht ist verstärken. Sie sind abhängig von einem Publikum das keine Fragen stellt oder eigene Untersuchungen anstellt. In diesen Zeiten der rasanten Verbreitung von visuellen und Textinformationen über Social Media, ist das Potenzial für Betrug riesig«
.
Lange Sekunden lassen die Zwangsabgabe-finanzierten GEZ-Medien hochemotionale Bilder auf ihre Zuschauer einrieseln, ohne auch nur mit einem Nebensatz auf die fragwürdigen Quellen einzugehen.(...)

Quelle: > http://spiegelkabinett-blog.blogspot.de/2016/02/uble-meinungsmache-bei-ard-tagesschau.html

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Generell sind die brutalen, furchterregende Bilder (blutverschmierte Verletzte, geköpfte Tote, Bombenexplosionen, halbwilde Terroristen, Kriegsschauplätze - und kleine Kinder mit toten oder traurigen Augen als wirksame Verstörungskeule…), mit denen die GEZ-Medien und die beiden US-Sender (n-tv, N24) täglich, (halb-)stündlich ihre Zuschauer schamlos konfrontieren eine bodenlose Skrupellosigkeit. Das müssen hochgradig Perverse sein, die gewissenlos dafür verantwortlich die Bild- und Sequenz-Vorgaben festlegen und -Auswahl treffen. Wer erteilt die Vorgaben?

Jugendliche, sensible und alte Menschen muss man mittlerweile von Nachrichtensendungen fern halten, Kinder sowieso. Hoffentlich finden sich bald ein paar taffe Medienanwälte, die juristisch gegen diese inhumane Rücksichtslosigkeit vorgehen. Hier soll wohl subtil eine Kriegstreiber-Matrix installiert werden, gegen die es sich zu wehren gilt, um die notwendige Distanz zu bewahren und seine psychische Reinheit zu schützen.

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Info-Krieg 2016: Über kaum Beachtetes und Weggelassenes – von Hans Springstein

> http://www.nachdenkseiten.de/?p=35219#more-35219

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