Avatar von raskolnikof

mehr als 1000 Beiträge seit 05.09.2003

Lesen wir doch einfach nach, was Kirchengranden sagen-und was Stefanie S glaubt:

http://science.orf.at/science/news/139550
http://www.orf.at/050709-88948/

>Schönborn betont nun in den "Mitteilungen", dass die
>Evolutionstheorie an sich mit dem Glauben an den Schöpfer
>nicht unvereinbar sei, "vorausgesetzt, dass von
>naturwissenschaftlicher Seite nicht - in Grenzüberschreitung
>- das Spiel des Zufalls so ausgeweitet wird, dass alles,
>sozusagen vom 'Urknall' bis zu Beethovens Neunter, grundsätzlich,
>ausschließlich und unwiderruflich als Produkt des Zufalls gedacht
wird".
und

>Schönborn beginnt seinen Kommentar damit, dass die
>Aussage von Papst Johannes Paul II. aus dem Jahr 1996,
>wonach die Evolution mehr als eine Hypothese sei, als
>Beleg dafür gedeutet worden sei, dass das "neodarwinistische
>Dogma" von der Kirche akzeptiert werde.

>Das sei aber keineswegs der Fall, so Schönborn.
>"Evolution im Sinne einer gemeinsamen Herkunft (mit den
>Affen, Anm.), mag richtig sein, aber Evolution im
>neodarwinistischen Sinn eines ungelenkten und
>ungeplanten Prozesses von Variation und natürlicher
>Selektion - ist es nicht", so Schönborn in der "NYT" wörtlich.

Damit sehen wir klare Aussagen, wie ID zu verstehen ist.
1.) Kein Problem mit ET oder anderen Theorien. Er stößt sich ja nicht
an der ET - sondern nur am "grundsätzlich, ausschließlich und
unwiderruflich"
2.) Sehr wohl eingriffe durch Gott - allerdings auf Ebenen, die man
wissenschaftlich auch als Ergebnis von Zufällen interpretieren
könnte.
3.) die Reduktion auf "Gott hat keinerlei Einfluß" bleibt allerdings
weg.

Das bedeutet IMHO, daß Gott zB sehr wohl auf quantenmechanischer
Ebene wirken kann... und dort wiederum die Zufallselemente passieren
konnten, die in Mutation resultierten - und dann implizit zu
Selektion führten.

Gleichzeitig wird damit klar, daß /keinerlei/ wissenschaftliche
Theorie angegriffen wird - außer all denen, die implizieren "Gott hat
keine Bedeutung/gibt es nicht" - also ID als defensive Strategie.

Wenn Stefanie S. allerdings meint, daß ID ein Rückschritt zur
wörtlichen Interpretation der Genesis sei (weil das uU in
US-Blatterln zu lesen war) - so muß sie sich schön langsam fragen, wo
die Massenvernichtungswaffen des iraq sind... denn die gibt's dann ja
auch (war ja auch in US-Blatterln zu lesen) ;-)

Bewerten
- +
Anzeige