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  • alter Simpel, Beat Oschwald

148 Beiträge seit 24.07.2003

Zum Beispiel Zufall

Was bleibt denn, von unseren Jahren? Geschwätz. Nämlich Erinnerungen
in den Geistern oder Hirnen, je nach Lesart, aber denen der Anderen.
Oder etwa nicht?
Mir reicht das jetzt.
Ist es nicht immer so gewesen, dass jene Dinge, die Bestand hatten,
über längste Zeiten, sprich sehr viele Generationen, ja ganze
Hundertschaften solcher ergriffen und sie danach Welten schaffen
liessen, von einem Einzigen gedacht wurden, an den einige Wenige sich
erinnerten?
Take your chance, ewery one of you! Gibt's deswegen den Begriff
Schicksal?

Zum Beispiel der Zufall:

Etwas existentes ist in einer Raumzeit anwesend. Etwas Anderes
solches ist in seiner Raumzeit anwesend. Des ersten Anwesenheit führt
dieses, in ihrem Fortgang, von einem Augenblick zum Nächsten, zu
unserem Zweiten hin. Fortan sind beide mindestens in einem Augenblick
gemeinsam anwesend. Und zwar für immer, auch wenn beide, in ihrer
jeweils eigenen Anwesenheit fortfahrend, sich voneinander
raumzeitlich entfernen. Sie sind immer in einer gemeinsamen,
raumzeitlichen Anwesenheit vorhanden, und zwar von dem Augenblick
(Messung, Heisenberg oder chem Reaktion, oder phys. Interaktion) an,
in dem sie ihrer Gemeinsamkeit, welche eine Möglichkeit ihres Seins
darstellt, gewahr werden. Sie sind also miteinander verschränkt. In
der Ewigkeit, dem Immer.
Diese Geminsamkeit hat eine räumliche und eine zeitliche Dimension.
Letztere ist das "Irgendwann". Erstere das "Irgendwo". Sie ist somit
also auch ein raumzeitliches Etwas, diese Geminsame Anwesenheit. Die
beiden Existenzen finden zueinander, da dieser Zustand eine
Möglichkeit (Potenz) ihrer Anwesenheit ist, welche in ihrem Fortgange
erst Zeitraum schafft und zwar die vollständige Erschöpfung aller
allem innewohneneden Möglichkeiten. Das ist Zufall. Dasselbe gilt, im
Übrigen, für die Umkehrung des eben formulierten. Dann ist es eben,
ausnahmsweise, kein Zufall, sondern Absicht. Über die Frage, wie
diese zu stande kam, da scheiden sich genau die Geister wieder, die
den Zufall als ihre Ursache ins Feld führen. Das, das ist Zufall.
Das ist die Steuerzentrale des Universums, von mir aus nennen sie es
Gott.
Die Tatsache, dass sie dies jetzt gelesen haben, trägt denn Gedanken
weiter und fort und hat ihn ewig gemacht. Hübsch, nicht? Da streiten
diese Leute drum, da. In jeweils ihrer Anwesenheit. Sicher ist das
ein Witz!

MfG
Beat C. Oschwald
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