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  • ErnstMach

375 Beiträge seit 30.07.2015

Die Expansionsrate des Universums kann mit Teleskopen gemessen werden

Hubble selber glaubte lange Zeit nicht, dass die beobachtete Rotverschiebung mit einer Expansion des Universums gleichzusetzen sei:
„Aufgrund der räumlichen Verteilung anderer Galaxien sowie ihrer im Spektrum u .a. von Milton Humason nachgewiesenen Rotverschiebung postulierte der belgische Priester Georges Lemaître im Juni 1927 die Expansion des Weltalls im Einklang mit Einsteins Allgemeiner Relativitätstheorie. Hubble veröffentlichte zwei Jahre später mit zusätzlichen Daten denselben linearen Zusammenhang zwischen der Rotverschiebung und der Verteilung extragalaktischer Nebel, zog jedoch nicht die physikalische Schlussfolgerung einer Expansion des Weltalls und vermutete ein bisher unentdecktes Naturprinzip hinter der Rotverschiebung. Dennoch wird in der öffentlichen Wahrnehmung diese Entdeckung Lemaîtres häufig Hubble zugeschrieben.“ (https://de.wikipedia.org/wiki/Edwin_Hubble)

Gibt es eigentlich auch eine Blauverschiebung? Wer es nicht weiß, darf für die uns nächstgelegenen Sternenhaufen gerne googeln.

Die Urknalltheorie ist die Theorie, für die man Aufmerksamkeit erhält. Und mit der man es geschafft hat, viele, sehr viele, Forschungsgelder zu erhalten. Der Bau der Teilchenbeschleuniger beruht darauf - zumindestens in der öffentlichen Darstellung - die unmittelbare Zeit nach dem Urknall erforschen zu müssen. Alternative Ideen zum Big Bang wurden früher diskutiert, diese sind heute nicht mehr diskussionswürdig. Heute wird davon ausgegangen, dass die uns nahen Massen sich in Ihren Größenordnungen bis zum sichtbaren Rand des Universums fortsetzen. Würde man dies Annahme hinterfragen und davon ausgehen, dass wir nur Massen in 15 Mrd. LJ detektieren können, die um Größenordnungen größere Massen besitzen müssen, wäre die Rotverschiebung unter einen neuen Aspekt zu betrachten.

„Robert Pound wies 1960 zusammen mit seinem Assistenten Glen Rebka in einem Experiment (Pound-Rebka-Experiment) mit Hilfe des Mößbauer-Effektes die gravitative Rotverschiebung der Strahlung einer Gammaquelle im Gravitationsfeld der Erde nach.“ (https://de.wikipedia.org/wiki/Robert_Pound)

Bleibt noch die Hintergrundstrahlung, diese hat zwei Aspekte. Der erste hat mit der unserer Bewegung im All zu tun:
„Die verbleibenden Messwerte zeigen ein auffallendes Dipolmuster: Das Maximum der Strahlung aus einer ganz bestimmten Richtung (ungefähr entgegengesetzt der momentanen Rotationsrichtung des Sonnensystems in der Milchstraße) ist deutlich blauverschoben, in entgegengesetzter Richtung rotverschoben (Dopplereffekt). Das wird damit erklärt, dass sich unser Sonnensystem mit etwa 369 km/s gegenüber einem Bezugssystem bewegt, in dem die Strahlung isotrop ist.“ (https://de.wikipedia.org/wiki/Hintergrundstrahlung)

Der zweite Aspekt betrifft die Theorie der Lichtermüdung. Dass Photonen während ihrer Reise durch das Universum kontinuierlich Energie verlieren, wird ausgeschlossen. (https://de.wikipedia.org/wiki/Lichtermüdung)
Das Stoßprozesse jedoch das interstellare Wasserstoffgas zur Emission von Photonen im Mikrowellenbereich anregen, könnte stärkere Beachtung finden.

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