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  • Mathematiker

mehr als 1000 Beiträge seit 22.02.2014

Halt nicht nur Toleranz für Linksterrorismus

Deutschland hat generell ein Problem mit Gewalt.
Diese wird in der Schule weitgehend toleriert. In der Grundschule müssen da noch alle Kinder durch. Später sortiert man gerne notorisch gewalttätige Schüler auf die Schulen für die lernschwächeren Schüler durch. Daher sind die stärksten Problemschulen seit jeher die Haupt- und Resteschulen.

Aber auch später ist man recht nachsichtig bei körperlicher Gewalt. Das Hauptproblem ist hier systemisch: Wer einer regulären Arbeit nachgeht und entsprechend verdient oder über Vermögenswerte verfügt, den kann man gut mit Geldstrafen und Schadensersatz motivieren, doch zukünftig solche Aktionen zu unterlassen.
Aber Hartz'ler und/oder Schwarzarbeiter aus der Parallelgesellschaft? Die darf man nicht unter das Existenzminimum finanziell belasten und für jede Prügelei die Leute in den Knast stecken, will man auch nicht.

So haben wir allerlei Pack auf den Straßen, die durchaus meinen mit Gewalt ihre Ziele durchsetzen zu können oder einfach aus Spaß andere Menschen verprügeln.
Egal ob Hool, Autionome oder Rechtsradikale: Es ist alles das selbe Pack.
Früher hatte man sich noch gewundert, warum im Osten Jugendliche/junge Erwachsene so einfach von links-extrem nach rechts-extrem wechseln. Das hing weniger von der Ideologie, als von den Kumpels ab.

Beim Linksterrorismus ist man in Deutschland schon sehr lange tolerant.
Da werden Bahngleise ausgehöhlt und Schienen zersägt, was zu kastatrofalen Unfällen führen kann oder in letzter Zeit gerne auch Mal Kabelschächte in Brand gesteckt, was zu Zugausfällen und Verspätungen von Tausenden Reisenden führt.
Da wird schon garnicht mehr viel Bohei drum gemacht, in der Hoffnung, dass die Täter die Lust verlieren und man vor allen Dingen nicht durch das Breittreten in der Öffentlichkeit sich selber unter Zugzwang setzt oder sich ernsthaft Feinde macht.

Jetzt hat wohl ein einschlägig vorbestrafter Rechtsextremer einen Mord begangen.
Ob dies wirklich ein Anschlag eineer Gruppe gewesen ist, oder der Täter allein gehandelt hat, wird vielleicht die Zukunft zeigen.

Ingesamt erinnert das Geschrei von Tomasz Konicz und Konsorten doch sehr unangenehm an den Reichstagsbrand von 1933. Damals nutzte man die Tat des mutmaßlichen Einzeltäters van der Lubbe auch für den ganz großen Abwasch.

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