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  • freudhammer

664 Beiträge seit 14.12.2014

Raus aus dem Sumpf!

Ich will wieder einmal den wenig Erfolg versprechenden Versuch unternehmen den Linken und Rechten aufzuzeigen, auf welchem Sumpf sie sich bewegen und ihr ideologischer Kahn solange nicht untergeht, solange jemand glaubt, dass er schwimmen kann. Es ist so wie mit den Göttern oder dem Papiergeld, es hat nur solange Wert, solange Leute daran glauben.

Fangen wir bei den Religionen an, naheliegenderweise beim Christentum. Obwohl 1700 Jahre blutgetränkte Machtpolitik seinen menschenverachtenden Charakter gezeigt haben und Rom für die schlimmsten Verbrechen steht, gibt es immer noch brave Gefolgsleute, die dies alles ausblenden und auf ein paar freundlichen Sätzen aus der Bergpredigt herumkauen.

Oder den Rechten. Obwohl heute jeder wissen sollte, dass sie einem Lügengespinst aufgesessen sind und ihr Hitler von denen finanziert wurde, die er öffentlich zu bekämpfen vorgab, rechtfertigen sie ihn noch immer noch dafür, dass er seine Schafherde nährte und zu Werkzeugen für fremde Interessen abrichtete. Hitler war eine von den Plutokraten der Wallstreet und der City of London mit aller Propagandakunst aufgebaute Marionette, mit dem einen Ziel, die Sowjetunion zu zerstören und aus Europa einen großen Wirtschaftsraum zu schaffen. Also gegen das einmal selber gegen den Zaren geschaffene Untier nun ein teutonischen Monster zu hetzen. (Um danach die entkräfteten Völker unter die eigene Knute zu zwingen).

Oder die Linken. Ihre Ideologie ruht auf einem der dümmsten und menschenverachtendsten Sprüche: „Die Proletarier hätten (im revolutionären Kampf) nichts zu verlieren als ihre Ketten…“ Wie sehr der Natur aus dem Gleis gesprungen muss man sein, dass man den Wert des eigenen Lebens und das seiner Angehörigen als "nichts" ansieht? Dazu gab es einen Neuaufguss der christlichen Feindesliebe „Proletarier aller Länder vereinigt euch…“ Also diejenigen, die sich nicht einmal mit ihren Kollegen an der Werkbank vertragen und nicht selten auch ihren Nachbarn hinterm Gartenzaun misstrauen, sollen sich mit Konkurrenten vom anderen Ende der Welt solidarisieren, die sie weder sprachlich verstehen, noch deren Gedankenwelt sie kennen? Das ist nur unwesentlich realistischer wie die Forderung nach Aufhebung der Schwerkraft.

Auch hier wissen wir, wer die Revolutionäre finanzierte, um die alte Herrschaftskaste durch eine neue zu ersetzen. Die Ströme von Blut, die dabei geflossen sind, sollten jedem die Augen öffnen. Und die "Früchte", die der damit gedüngte Baum trug, konnten nur indolente Sklavennaturen entzücken… Und wie sich die zu züchtenden Menschentypen bei Linken und Rechten ähneln! Wir haben ja alles in großen Massenversuchen erlebt. Aber hier höre ich schon ein paar verträumte Linke sagen, man müßte nur ein paar Parameter beim nächsten Versuch verändern... Wirklich?

Bevor etwas Besseres entstehen kann, müssen die alten Ideologien verschwinden. Die Menschen müssen aus ihren Schützengräben kriechen, ihre Köpfe aus dem Sand erheben. Dazu müssen sie ihre antrainierte Schafsnatur überwinden und sich als selbstständig denkender Einzelmensch entdecken, wie es Tucholsky einmal vorschwebte.

Doch wer kann die Schützengräben schon verlassen, wenn der Beschuss anhält?

freudhammer.de

Das Posting wurde vom Benutzer editiert (25.03.2019 11:22).

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