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  • JohnGeorge24

mehr als 1000 Beiträge seit 30.06.2015

Kein schlechter Artikel, trotz der nun folgenden Kritik.

Warum blenden Sie, lieber Autor, die religiöse Dimension so aus? Na, vielleicht weil mit ihr der universelle Charakter dieser jährlich wiederkehrenden Zeitenwende nicht deutlich genug würde. Wir, hier im Forum, können ja die anderen Aspekte hinzufügen und auch ich, als bekennender Christ, aber mit deutlicher, innerer Distanz zur aktuellen Lehrmeinung und hippem Kirchenbashing, möchte den einen oder anderen Gedanken anbieten.

Christliche Religion ist immer nur ein Angebot und beruht auf dem Respekt der höchsten Einheit in Vielfalt, die wir Gott nennen, vor dem Menschen. Der Mensch kann sich zuwenden und abwenden, wie es ihm oder ihr beliebt, egal was für Lehrmeinungen im Laufe der Jahrtausende zeitweise Gültigkeit erlangten.

Diese höchste Einheit in Vielfalt, die wir Gott nennen, teilt sich uns mit, wenn wir es wollen und zulassen. Niemand, der es ablehnt, wird jemals etwas darüber erfahren und niemand, der die Stimme zu hören glaubt, darf in ihrem Namen sprechen, sondern immer nur Zeugnis geben. So ist die meiner Meinung nach beste Übersetzung des blblischen Begriffs für diese höchste Einheit in Vielfalt zutreffend und kann nur beschreibend sein: ich bin der ich bin da.

Für Christen, so glaube ich, kann Weihnachten nur zusammen mit Karfreitag und Ostern gedacht werden. In der Erzählung werden folgende Dinge deutlich. Macht und Kraft sind bedeutungslos. Die einmal gewonnene Erkenntnis ist nicht zu verleugnen. Verantwortung wird einem angeboten, nicht übertragen und man kann sie ablehnen. Der einzelne Mensch ist nicht für alles verantwortlich, aber für alles in seinem und ihrem Wirkbereich. Keine Gedanken, Worte und Werke werden sanktioniert, weder positiv noch negativ, es sei denn durch andere Menschen, Lebewesen, und dem, was wir, wahrscheinlich fälschlich, unbeseelte Natur nennen. Tod und Erfolg sind bedeutungslos.

Die wichtigste Botschaft: wir sind frei in Gedanken, Taten und Werken.
Die für mich wichtigste Erkenntnis bisher: viele haben Angst vor der Freiheit.

Vielen Dank an heise.de für dieses Medium

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