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  • Wilko Fokken

mehr als 1000 Beiträge seit 25.03.2000

Mitterrand zur Einführung des Euro: "Das ist ein Versailles ohne Krieg"

Er war sehr weitsichtig, soll den Euro als Preis für die französische
Zustimmung zur deutschen Wiedervereinigung gefordert haben.

Das halte ich grundsätzlich für glaubhaft, sonst hätte man Länder mit
den (von Anfang an bekannten) betrügerischen Manipulationen an ihrer
Finanzstatistik wie Griechenland niemals zur Euro-Zone zugelassen.
Sonst hätte man die fundamentalen Versprechungen zum Euro nicht
gebrochen: das "no-bailout".

Ich bin für den brutalstmöglichen Ausstieg aus der Eurozone und nach
sorgfältiger Prüfung für ein vorsichtiges Zusammengehen mit soliden
Nachbarn.

Es könnte aber auch sein, daß die deutsche finanzielle Bilanz einer
realistischen Beurteilung nicht mehr genügt: Wer soll unsere 2
Billionen Schulden bezahlen + Dinki-Rentenansprüche + Pflege- und
allgemeine Sozialansprüche und dann noch eigene Kinder finanzieren
usw? Die Reichen? Die finden naürlich im Ausland mehr "netto vom
brutto" - DIE werden nicht zahlen. Und ich würde es auch nicht tun,
wenn ich noch einmal von vorne anfangen müßte.

Wir haben in wirtschaftlich en Spitzenzeiten durch ein Leben in Saus
und Braus und ohne eigene Kinder zu finanzieren, unsere 2 Billionen
Schulden aufgehäuft.

Sollen wir auf eine weitere Opfergeneration hoffen, die in einem
zweiten Wirtschaftswunder unser Land von seinen Schulden befreit,
damit wir sie hinterher wiederum als unverbesserliche Nazis
denunzieren können?

Wahrscheinlich befinden wir uns längst in der "Griechischen
Einbahnstraße" und wissen es nur noch nicht.

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