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  • iratxe

mehr als 1000 Beiträge seit 26.11.2005

Kleiner Adolf

In heillosen Widersprüchen verfangen haben sich die deutschen
Inlandsgeheimdienste wegen der Aufklärung ihrer möglichen
Mittäterschaft bei rechtsradikalen Mordaktionen. Den Serienverbrechen
des Femeverbundes "Nationalsozialistischer Untergrund" (NSU) fielen
in den vergangenen Jahren mindestens zehn Menschen zum Opfer.
Angeblich war den Behörden davon nichts bekannt, obwohl die
Anwesenheit eines staatlichen Geheimdienstmitarbeiters bei zumindest
einer der Mordtaten unstrittig ist. Der mit der Observation der
Mordgruppe betraute frühere Geheimdienstchef publiziert heute in
rechtsnationalistischen Kreisen. Die offenkundige Durchmischung mit
nationalsozialistischen Milieus führt zu Einflusskämpfen zwischen
öffentlichen und geheimdienstlichen Teilen des Staatsapparats. Daraus
geht das auch im Ausland tätige und als besonders aggressiv geltende
Bundeskriminalamt (BKA) gestärkt hervor. Verfassungstreue
Behördenspitzen fürchten um die Radikalisierung der nicht
kontrollierten Dienste und bemühen sich um eine parteiübergreifende
Symbolpolitik. Sie soll insbesondere das Ausland beruhigen.

http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/58204

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