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Re: Künstlicher Regierungssturz - ein Völkerrechtsverbrechen

Richard Preuß schrieb am 19.05.2019 12:21:

Dürfen Journalisten Politiker bloßstellen?

Ja, es ist sogar ihre Aufgabe, sofern Politiker schuldig werden. Denn das Volk muß alle relevanten Informationen erhalten, um die politische Situation richtig einschätzen zu können.

Aber, dies dürfen sie nur dann, wenn sie es bei allen Politikern ohne Ansehen der Person machen. Andernfalls wird aus Journalismus Agitation, Manipulation und Beihilfe zum Völkerrechtsverbrechen des Putsches.

Und Letzteres haben Süddeutsche und Spiegel hier mutmaßlich betrieben. Sie haben einseitig mutmaßliche Vorteilsnahme und Charakterlosigkeit von Herrn Strache effektheischend veröffentlicht, aber ähnliches bei Washington-konformen Politikern der Altparteien mutmaßlich nicht gemacht.

Folgendes Problem: du bist Journalist. Du stellst drei gleichermaßen korrupten Politikern, sagen wir SPÖ, ÖVP und FPÖ die gleiche Falle. Zwei davon riechen den Braten und gehen nicht drauf ein, nur Nr. 3 liefert dir alle Beweise (Strache vermutet auf dem Video am Anfang das es eine Falle sein könnte).

Was machst du jetzt?

- Material veröffentlichen und damit parteiisch sein?

- Material nicht veröffentlichen und damit Korruption decken?

- Material so lange nicht veröffentlichen bist du alle Parteien gleichermaßen erwischen kannst? Aber du wird wohl nie alle gleichzeitig erwischen und irgendwann ist das Material nur noch kalter Kaffee von gestern...

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