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Re: Umverteilung - das geht nicht !

decordoba schrieb am 08.11.2016 13:44:

Diese Leute sind in den Staaten nicht inhaftiert, sie können sich frei bewegen. Unter diesen Umständen bleiben sie nicht dort und wandern nach Deutschland, Österreich oder Schweden weiter, weil dort einfach mehr Asylantengeld bezahlt wird.

Wer's glaubt ... In Deutschland z. B. gibt's die sog. Residenzpflicht (§ 12a AufenthG) – für anerkannte Flüchtlinge bis zu drei Jahre und für Asylbewerber sowieso. Vielleicht ist es im griechischen Recht ähnlich. Aber die Balkanroute ist sowieso quasi dicht.

Außerdem haben in anderen Staaten registrierte oder anerkannte Asylbewerber keinerlei Anspruch auf Sozialleistungen nach § 1 AsylbLG, und nach SGB sowieso nicht.

Insofern sprechen die Fakten eigentlich dafür, dass die Behauptung des Vorposters rein erfunden ist.

– Interessant bei diesem EU-Umverteilungsplan ist übrigens, dass die Umverteilungsanträge nur durch in Griechenland anerkannte Asylbewerber betreffen.

Deren geringe Zahl (10.000) erklärt sich wohl durch die menschenfeindlichen Aufnahme- und Asylverfahrensbedingungen in Griechenland (so hatte auch das BVerfG mehrfach entschieden, dass Abschiebungen nach Gr. deswegen nicht erlaubt seien). – Wer nimmt da schon ein griechisches Asylverfahren in Kauf, nur auf die vage Möglichkeit eines tatsächlich funktionierenden Umverteilungsprogramms?

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