Avatar von Mensch im Apparat
  • Mensch im Apparat

mehr als 1000 Beiträge seit 01.08.2004

Und beide haben den gleichen Fehler

Beide Konstrukte basieren auf der idiotischen Annahme, es wäre gut
für Europa, sich von einer gemeinsamen Zukunft mit Russland zu
verabschieden und alleine auf die Kraft der USA zu vertrauen.
In Variante 1 fehlt, dass sowohl Russland in der Ukraine Interessen
hat UND die EU und beide könnten, wenn sie es denn wollten, dort gute
Geschäfte zum gegenseitigen Vorteil machen. 
Aber dieser Fall darf niemals eintreten: Gemeinsam mit Russland:
Niemals!!
In Variante 2 steht, nicht, was der Osten der Ukraine will: die
Menschen dort  wissen genau, dass die Zukunft der Ukraine ebenfalls
nur mit Russland funktioniert. Das bedeutet doch noch lange nicht
"Teil Russlands zu werden". Keine Zeitung fragt die "Separatisten"
wie sie sich denn genau die Zukunft vorstellen. Es wird nur
behauptet, sie wollen zu Russland dazu. Das sind keine Fakten!

Die Idee, die ukrainische Industrie im Osten könnte weiterbestehen
unter EU Knute (Standards) und Konkurrenz aus der EU selber, ohne
Russland ist absurd. Das ist einfach unrealistisch, man muss nur
sehen, was mit Ländern passiert ist, die das schon hinter sich haben.
Ich habe sie gesehen, die Kilometer leerstehenden Industriegebiete in
Rumänien und Bulgarien.

In beiden Fällen der selbe Fehler: ohne Russland hat Europa keine
grosse Zukunft. Und Russland wahrscheinlich auch nicht, das ist das
Kalkül der USA.
Daher stimme ich mit dem thread starter überein: Variante 2 ist die
Realität

Die EU müsste eigentlich mal den Arsch hoch bekommen und das tun:

1. Auf den Osten hören, der mit Russland zusammen arbeiten will und
antifaschistisch gesinnt ist, wie es die EU selber sein sollte.
2. Nicht auf die USA hören, die nur einen Keil zwischen die EU und
Russland schieben will.

Bewerten
- +
Anzeige