Avatar von redlope
  • redlope

190 Beiträge seit 18.03.2010

Identität vs. Kultur

Meiner Ansicht nach sind "transsexuelle" Personen in der Tat "gestört". Denn sie leben im "falschen" Körper. Nicht-Betroffene (="normale") Menschen können das wahrscheinlich oft überhaupt kein bißchen verstehen, denn, anders, als z.b. bei intersexuellen Menschen, ist biologisch bei Transmenschen alles "in Ordnung" und eindeutig.
Aber eine Transfrau wird ihren Penis nie gut finden, ein Transmann wird sich niemals mit Brüsten wohl fühlen. Es gibt keine Einheit von Körper und Seele. Das Identitätsgefühl der Personen ist niemals kohärent. Daran ändert sich auch nichts, wenn man die (aktuelle) kulturelle Rolle (Gender) des "gefühlten" Geschlechts übernimmt und dessen Kleidung trägt (sofern gesellschaftlich möglich).

Das eine ist die äußere Kultur, das andere die innere Identiät - das "Zu Hause fühlen in sich selbst". Und diese Identät sucht in der Außenwelt nach Orientierung, d.h. ein Kind orientiert sich an der gesellschaftlichen Rolle, der es sich zugehörig fühlt.
Was ich hier interessant finde, ist, wie schnell schon sehr kleine Kinder dieses im raschen Wandel begriffene Rollenspiel adaptieren - und zum Beispiel schon mit 2-3 Jahren genau wissen, was "mädchenhaft" oder "jungshaft" ist - wobei diese Dinge ja nach Kultur und Moden stark variieren (rosa war z.b. einmal eine maskuline Farbe)!
Die Probleme bei Tansmenschen kommen dann auch oft erst mit der Pubertät, nämlich dann, wenn die biologische Entwicklung dem eigenen Identitätsgefühl zuwider läuft.

Wenn also die Identität nicht kohärent ist, dann, so meine Theorie, dann stimmt etwas nicht mit dem Gehirn - womöglich der Hormonmix im Mutterleib zu einem gewissen Zeitpunkt der Schwangerschaft. Dafür kann niemand etwas. Aber die "LGBTQ"-Gesellschaft soll nicht so tun, als wäre es "normal", so auf zu Welt zu kommen. Es fällt halt nicht so auf, als wie wenn ein Fuß fehlt, aber der Leidensdruck ist groß.
Unabhängig davon kann das kulturelle Umfeld es den Menschen noch zusätzlich schwer machen - oder auch nicht.

Homosexuelle hingegen haben kein gestörtes Identitätsgefühl. Sie haben aber oft ein Problem mit der kulturellen und gesellschaftlichen Akzeptanz ihrer Vorlieben. Das ist etwas ganz anderes und dieses gesellschaftliche Umfeld ist variabel. In manchen Ländern und zu manchen Zeiten kommt man ins Gefängnis oder wird vom Hochhaus gestürzt, zu anderen Zeiten und in anderen Ländern kann man unbehelligt leben und vielleicht sogar Karriere machen und es zu Ansehen bringen.
Möglicherweise ist Homosexualität sogar ganz natürlich (im Sinne von "Absicht") - und es ist gewissermaßen ein "Schutz der Evolution vor Überbevölkerung"; wenn ein gewisser Prozentsatz Menschen homosexuell geboren wird.

Das eine hat jedenfalls mit dem anderen überhaupt nichts zu tun.
Transsexuelle Menschen können ja auch homosexuell oder heterosexuell veranlagt sein.

Das Posting wurde vom Benutzer editiert (21.03.2017 00:45).

Bewerten
- +