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mehr als 1000 Beiträge seit 22.09.2000

Abwarten und Tee trinken

Leider hat der Autor vergessen zu erwähnen, dass sich ein Truppenabzug us-amerikanischer Truppen aus Deutschland gar nicht so einfach darstellt. Denn nur die wenigsten hier stationierten Soldaten dümpeln einfach so vor sich hin und können bei Bedarf schnell mal woanders hin verfrachtet werden. Das mag früher so gewesen sein, als noch bis 200tausend US-Soldaten in Westdeutschland stationiert waren.

Über die Jahrzehnte hat das amerikanische Militär in Deutschland feste Strukturen geschaffen - die kann man nicht einfach oder nur mit extrem hohen Kosten woanders hin verpflanzen.

Beispiele:
- Der Fliegerhorst Ramstein ist Hauptquartier der us-amerikanischen Luftwaffe in Europa, gleichzeitig größtest Drehkreuz in Europa für Truppenverlegungen, Logistik, Nachschub usw
- In Landstuhl ist ein großes Lazarett der amerikanischen Landstreitkräfte
- In Wiesbaden sitzt das Heereshauptquartier für Europa, dazu die NSA usw
- In Stuttgart befinden sich gleich drei Hauptquartiere
- In Böblingen hat die Marine ihr Hauptquartier
usw

Aber natürlich - ihre Atomwaffen dürfen sie gerne woanders lagern oder besser gleich verschrotten. Dumm nur, dass dafür kaum Personal gebraucht wird. Die Bomben sind auf dem Fliegerhorst Büchel gelagert und den benutzt die Bundeswehr.

Also - so wünschenswert eine signifikante Reduzierung der US-Truppen in Deutschland auch sein mag, sehr wahrscheinlich ist sie nicht.

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