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  • OleBienkopp

mehr als 1000 Beiträge seit 28.05.2009

Gasspeicher

Klar ist, Großbritannien ist schlecht vorbereitet. Während die Länder des Kontinents ihre Gasspeicher gefühlt haben, um immerhin 90 Tage durchzuhalten, geschah in Vereinigten Königreich wenig bis nichts.

Nur etwa 2,5 Milliarden Kubikmeter sind in den Vorratsspeichern.

Vielleicht geht ja auch nicht mehr?
Ich las vor Monaten, daß die Briten ihnen größten Gasspeicher, ein ehemaliges Gasfeld in der Nordsee, 2017 stilllegen mußten, und daß es viel kosten würden, den wieder gangbar zu machen. Somit sind die Briten seitdem auf "Just in Time"-Lieferungen auch im Winterhalbjahr angewiesen, was zum Börsenpreis schon mal sehr teuer werden kann. Auch schon vor der aktuellen Lieferkrise. Daher waren die ersten Opfer auch "Gasversorger", die nach dem Prinzip "Hab nix, kann nix, weiß aber wie Börse geht" arbeiteten. Sprich, die kauften Gaskontrakte, wenn es am Markt billig war und verkauften Kunden Gas zu Festpreisen unter denen der British Gas. Die dafür aber weiterhin die reale Versorgung mit Gas sicherstellen mußte, da die "Gasversorger" weder Pipelines, noch Rohrnetze oder LNG-Tanker und -Terminals hatten, sondern lediglich Papierhandel betrieben.

Deren "Geschäftsmodell" implodierte dann 2021 folgerichtig. So wie das auch vieler "Stromanbieter" in Deutschland, die ausgerechnet zu Weihnachten 2021 ihre Verträge cancelten.

Das Posting wurde vom Benutzer editiert (15.10.2022 10:53).

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