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  • exkoelner

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Migration kann also problematisch sein?

"Im Wettbewerb um einen Arbeitsplatz müssen die Schwarzen mit bereits etablierten Arbeitskräften, mit neuen Auswanderern aus dem zerstörten Europa und aus Südamerika in einem klassischen Einwanderungsland konkurrieren und sind dem freien und gleichen Wettbewerb aufgrund ihrer schlechten Ausgangsbedingungen denkbar miserabel gewachsen."

Es ist auffällig, wie schwierig die Diskussion um die Qualifikation der Migranten verlief. Zuerst hat man eine überdurchschnittliche Qualifikation postuliert, als erste empirische Daten vorlagen ruderte sogar Andrea Nahles zurück, der Großteil ist unterdurchschnittlich qualifiziert. Durch die Zuwanderung via Asylrecht mit meist folgender Duldung, schafft man eine rechtlose Paria-Klasse, die in klassicher Erwerbsarbeit in den herrschenden Umständen relativ chancenlos sind. Und wenn man die historische Entwicklung der USA und der Afro-Amerikaner so trefflich analysieren kann, fällt es mir schon schwer zu verstehen, wieso diese Fakten in der aktuellen Migrations-Diskussion keine Rolle spielen? Die Folgen werden die gleichen sein. Wer sich eine rechtlose, mehrheitlich chancenlose Bevölkerungsgruppe importiert, wird ähnliche Zustände produzieren. Die hohe Beteiligung der schwarzen Bevölkerung an Kriminalität und Gefängnissinsassen in den USA wird klar verbunden mit deren Chancenlosigkeit auf dem klassischen Arbeitsmarkt, und so wird es auch hier kommen. Darum sollte man von Massenmigration grundsätzlich Abstand nehmen, vor allem wenn bereits jetzt bekannt ist, das klassische Arbeitsverhältnisse zukünftig noch weniger benötigt werden als heute, durch die Digitalisierung. In anderen ökonomisch-gesellschaftlichen Umständen mag das anders sein, aber auch das ist nicht sicher, die Beispiele aus der DDR mit den "Fitschies" u.a. deuten auf anderes hin. Das man die ökonomisch-gesellschaftlichen Verhältnisse verändern will, weil die herrschenden alles andere als gerecht sind, kann ich verstehen. Wie man aber, obwohl man klar erkannt hat, wie problematisch in den herrschenden Verhältnissen große unterpriveligierte Bevölkerungsanteile sind, sich man gleichzeitig für Massenmigration von unqualifiezierten Aussprechen kann, verstehe ich dann nicht mehr. - Für mich wäre es eher logisch, erst die ökonomisch-gesellschaftlichen Verhältnisse ändern, und dann über eine gezielte, qualifizierte Migration sprechen - aber noch viel besser wäre, die eigenen gesellschaftlichen Ressourcen vernünftig fördern und heben. Das findet nämlich auch nicht statt. Und das betrifft auch die Emigrationsländer - auch Migranten haben ein Recht auf Friede und Wohlstand und sowas wie Heimat.

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