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  • HeWhosePathIsChosen

mehr als 1000 Beiträge seit 11.01.2005

Der Iran kann von einer Sanktionsaufhebung profitieren und dafür einiges tun.

- Der Iran kann Israel (Israels Existenzrecht) anerkennen. Das ist kein Problem - das ist für den Iran völlig kostenlos und wird faktisch schon gelebt. Trotzdem ist es ein aufsehenerregendes Friedenszeichen.

- Der Iran kann auf weitreichende Angriffsraketen (die Israel erreichen könnten) verzichten, weil er sowieso einen Krieg vermeiden muss. Der Iran kann eher in Bündnisse, Raketenabwehr, usw. investieren. Selbstverständlich muss der Iran auch mit anderen islamischen Staaten Weltraumraketen und Satelliten entwickeln dürfen.

- Der Iran kann militärisch aus Syrien abziehen, wenn auch die NATO abzieht und die Terroristen in Syrien besiegt sind.

- Der Iran verzichtet bis auf weiteres auf Atomwaffen, die er nur im Rahmen einer internationalen Erlaubnis haben darf. Das bedeutet, dass dies möglich bleiben soll, d.h. der Iran darf sich nicht zu einem ewigen Verzicht auf Atomwaffen verpflichten (wäre aber auch nicht so schlimm, in Zukunft kann das aufgehoben werden).

- Der Iran kann einige verschärfte internationale Atom-Kontrollen im Rahmen des Üblichen/Akzeptablen zulassen.

- Israel kann im Rahmen eines Friedensvertrags die Golanhöhen von Syrien bekommen.

Dafür hat der Iran eine volle Aufhebung der antiiranischen Sanktionen zu bekommen. Wünschenswert sind auch Garantien (z.B. von EU, Russland, China) gegen einen Angriffkrieg durch USA/Israel - das kann man so formulieren, dass EU, Russland, China, usw. den Frieden in der Region wahren und gegen böse Aggressoren (angemessen, z.B. auch politisch, diplomatisch, usw.) vorgehen wollen.

Die Grundstrategie ist ganz einfach: der Iran muss vor allem einen Krieg verhindern und dabei können obige Zugeständnisse helfen. Ohne Krieg kann sich der Iran schnell entwickeln und es so Israel zeigen. Siehe auch
http://www.heise.de/forum/Telepolis/Kommentare/Syrien-Erneuter-Angriff-auf-mutmassliche-Hizbollah-Basis/Der-Iran-kann-leicht-kontern-und-das-Spiel-mit-einer-Friedensinitiative-gewinnen/posting-32422529/show/
http://www.heise.de/forum/Telepolis/Kommentare/Iran-und-das-Atomabkommen-Zu-wichtig-um-es-Trump-zu-ueberlassen/Mahmud-Ahmadinedschad-for-Praesident-einfache-Gewinnstrategie-fuer-den-Iran/posting-32354630/show/

Der Weg dorthin ist die Verkündung dieser Punkte, bzw. der Bereitschaft dazu und nach Lage der Dinge können die USA dann schwerlich/kaum "No" sagen. Insbesondere kann Donald Trump das als Riesenerfolg für sich verbuchen, weil der Iran ja schon einige Zugeständnisse gemacht hat - schwer vorstellbar, wie Donald Trump dem widerstehen könnte.

Untragbare Zugeständnisse muss der Iran nicht fürchten/anbieten, weil er schon eine ganze Menge für die Selbstverständlichkeit nicht sanktioniert zu werden anbietet. Die USA werden vielleicht mehr fordern aber da kann der Iran leicht kontern: eine gemeine Atommacht wie die USA haben da gar nix zu fordern. Das Angebot vom Iran liegt auf dem Tisch und das war's prinzipiell. Wenn die USA nicht gutwillig verhandeln wollen, dann ist halt nix zu machen.

Bisschen Pokerspiel ist noch dabei aber im Prinzip kann der Iran obiges auch ohne Sanktionsaufhebung gewähren, weil es vorteilhaft ist, weil es das Image des Iran in der Welt verbessert und den USA eine Durchsetzung antiiranischer Sanktionen bei anderen Staaten erschwert. (alles imho)

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