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  • Ego Zentrik

mehr als 1000 Beiträge seit 19.07.2016

Und wieder ein Schuldspruch ohne direkte Beweise

und vor allem Motive, so wie ohne Zeugen!
Und das, obwohl es weitere Tatverdächtige gibt, die weitaus stärkere Motive hatten und Gelegenheiten!
Ist im Prozess eigentlich das zumindest ungewöhnliche Verhalten des Sanitäters, der zuerst vor Ort gewesen sein soll, vorgetragen und geklärt worden? Übrigens, wie stand er selbst eigentlich zu Herrn Lübcke?
Seit Zschäpe kann man sich auch nicht auf vorgetragene "Geständnisse" verlassen. Vor allem wenn sie lediglich schriftlich erfolgt sein sollen, aber dessen Aussagen und Motive im Prozess nicht verifiziert und nicht einmal zur Verdeutlichung näher hinterfragt werden. (Motto: "Gottseidank haben wir die Unterschrift unter einem Geständnis! Bloß nicht die dort aufgeführten Einzelheiten berühren ...")
Vielleicht auch hier?
Bemerkenswert ist auch hier wieder, dass Medienveröffentlichungen den Takt der Ermittlungen vorgegeben haben, die zuerst über das später angegebene Motiv, so harmlos es ist und so weit zurückliegend, spekuliert haben. Und prompt ist es genau das Motiv, das dann auch der Angeklagte angeführt haben soll?
Ja, wir haben heute keine "peinliche Halsgerichtsordnung" mehr, denn bei uns reichen schon Indizien, soweit sei auch hergeholt sein mögen - oder sogar keine (Zschäpe) - zur Verurteilung mit der Höchststrafe. Es gibt subtilere Möglichkeiten der Beeinflussung als eine körperliche Folter, aber viel wirkungsvollere.

Das Posting wurde vom Benutzer editiert (28.01.2021 16:52).

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