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Re: "Erfolgreiche" Völker erkennt man daran das es sie noch gibt :p

Meinungsfreiheitsbefürworter schrieb am 07.03.2020 17:56:

L.Willms schrieb am 07.03.2020 15:27:

1000-jährigen "Erfolgsgeschichte"
[...]
es ist im Gegenteil die elende Geschichte der unendlichen Abfolge von Katastrophen und Kapitulationen.

Naja, so ungefähr.

https://de.wikipedia.org/wiki/Heiliges_R%C3%B6misches_Reich

Mit der Kaiserkrönung Ottos I. 962

Je mehr die deutschen Machthaber um ihre Macht und mehr Macht kämpfen, wird Deutschland immer kleiner.

Damit ist anfangs das Gebiet gemeint, wo "thiudisk", d.h. die Volkssprache, gesprochen wurde (der Begriff "thiudisk" ist durch die Evolution der Sprache zu "deutsch" und "dutch" mutiert, bleibt aber näher an der ursprünglichen Form noch als "tedesco" (auf italienisch) und "tysk" (auf dänisch) bis in die Gegenwart erhalten.

Meinungsfreiheitsbefürworter schrieb am 07.03.2020 17:56:

L.Willms schrieb am 07.03.2020 15:27:

Und der Geschichte einer deutschen Bourgeoisie, deren erstes und herausragendes Merkmal die Feigheit ist.

Was denn für eine "Feigheit"?

Die Feigheit vor der Artistokratie, vor dem Proletariat, vor den schweren Battailonen jeder bürgerlichen Revolution, vor ihrer eigenen Basis, den Bauern.

Gerade an Wendepunkten wie dem Bauernaufstand von 1525, wo Martin Luther, der Ideologe der aufkeimenden deutschen Bourgeoisie, anstatt sich wie sein Gegenspieler Thomas Müntzer, an die Spitze der Bauern zu stellen, und mit dieser Streitmacht eine Reichsreform durchzusetzen, die die materielle Grundlage für einen inneren Markt schafft, mit einheitlichen Maßen und Gewichten, mit einheitlicher Münze, mit Abschaffung aller innerdeutschen Reise- und Handelshemmnisse, und Beibehaltung von Brückenmaut nur dort, wo die Maut tatsächlich für die bauliche Erhaltung der Brücke erforderlich ist, also das für die in Heilbronn geplante Konferenz vorbereitete Programm. Luther hat stattdessen die Fürsten aufgerufen, die "aufrührerischen Bauern" blutig niederzuschlagen, und hat damit die zentrifugalen Kräfte im Reich gestärkt, d.h.dem 30-jährigen Krieg den Boden bereitet, womit Deutschland auf Jahrhunderte aus der Geschichte verschwand.

Die nächste große Probe war die Revolution 1848. Da haben die Vertreter der Bourgeosie zwar zunächst auch erkannt, daß Deutschlands Freiheit von der Wiederherstellung Polens abhängt, und damit von der Abschüttelung der Vorherrschaft des russischen Zarens vermittels der Habsburger und Hohenzollern, haben aber dann schamlos vor der Aristokratie kapituliert. Die Geschichte der Paulskirchenversammlung ist ein Schandmal der deutschen Bourgeoisie. Die Herren haben sogar das geraubte polnische Gebiet offiziell annektiert. Später die erste Teilung Deutschlands durch die Hohenzollern.

Der Krieg 1914-18 ... dann der konterrevolutionäre Defaitismus, diesmal geführt von der Sozialdemokratie im Dienste der ohnmächtigen Bourgeoisie selber, dann die Übergabe der Macht an den faschistischen Terror, und nach dem Krieg eine weitere Teilung Deutschlands, weil die sich einer gesamtdeutsch organisierten Arbeiterklasse gegenüber nicht sicher fühlten.

Usw usf.. jetzt mal wieder das Buckeln vor dem US-"Botschafter" Grenell, der eher wie ein Statthalter agiert.

weiteres dummes Zeug ignoriert.

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