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  • William Zard

mehr als 1000 Beiträge seit 13.06.2005

Und nun meine Erfahrungen mit Solarthermie

Ich habe eine neues Haus gebaut, Gasnetz nicht verfügbar, womit für alles außer Wärmepumpensysteme ein Bunker/Tank nötig war.

Die EnEV verlangt zudem einen Anteil an regenerativer Erzeugung, d.H. für (Flüssig-)Gas oder Öl wäre Solarthermie nahezu alternativlos gewesen.
Solarthermie hätte ~12000 € Kosten sollen (bei drei verschiedenen Anbietern.)
Selbst bei den damaligen Kosten für Flüssiggas und Heizöl hielt ich es für zweifelhaft, ob sich das jemals amortisieren würde.

Wärmepumpensysteme waren entweder sehr teuer (Erdsonde/Erdkollektor/Grundwasser) oder die Leistungszahlen (Luft-WP) hätten einen Betrieb ziemlich teuer gemacht. Zudem war ich ob der angebotenen/ausgewiesenen Sondertarife für WP-Strom etwas skeptisch, hatte von mehreren schon gehört, dass die auch schnell mal deutlich stärker ansteigen können, als es die normalen Stromtarif eh schon tun.

Am Ende wurde es dann die Pelletheizung. Habe zwar die Leitungen für eine Solarthermie vorsorglich ins Haus eingebaut und auch immer mal wieder geschaut, was so eine Anlage letztlich kosten würde, letztlich aber immer wieder festgestellt, es rechnet sich einfach nicht.

Und jetzt ist das ganze Dach mit PV belegt. Wegen der 70% Regelung habe ich noch eine Heizpatrone in den Pufferspeicher einbauen und anschließen lassen, wohl-wissend, dass sich auch das nicht rechnen wird. (Das Geld dafür läge selbst mit den Mickerzinsen von heute noch besser auf der Bank!)
Der Pelletpreis von heute müsste sich wenigstens verdoppeln ... oder aber die Patrone nahezu ewig halten.

Habe noch ein Garagendach, das ich belegen könnte. Mache ab und an Kosten-/Nutzenrechnungen anhand von Komplettsystemen. Solarthermie verliert gegen die PV jedes mal. Selbst ohne EEG und Vergütung, also nur Eigenverbrauch + verheizen in der Heizpatrone.

Meine Theorie ist ja, dass man für Solarthermie reine Phantasiepreise zahlen soll, weil sie dank EnEV bei Gas- und Öl zwingend ist und auch die Fördermittel des MEP von den herstellern/Installateuren auch nur abgegriffen werden.

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