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  • Daelach

mehr als 1000 Beiträge seit 11.05.2004

Einspruch: Agrarsubventionen sinnvoll.

Und dafür zahle ich als Steuerzahler auch gerne Geld, weil die
Überlegung nämlich ist, daß ein Land aus eigener Kraft in der Lage
sein muß, seine Einwohner zu ernähren. Natürlich können wir
Südfrüchte importieren, die hier nunmal nicht wachsen, aber ich fände
es höchst bedenklich, wenn man den "Markt" allein entscheiden ließe
und dann mit einem Hochlohnland fast ohne Landwirtschaft dastünde.

Sich notfalls selber ernähren können ist nämlich Teil der Fähigkeit
zu politischer Souveränität, und die ist nunmal kein ökonomischer
Wert. Zumal man, wenn es hart auf hart geht, Jahre bräuchte, um
wieder eine Landwirtschaft hochzufahren.

Außerdem halte ich es für Quatsch, daß überhaupt dermaßen viel
konkurriert werden muß. Wozu muß man in Deutschland Kartoffeln aus
Ägypten (!!) kaufen können? Wozu Butter aus Irland? Haben wir keine
Kartoffeln und keine Butter oder wie? Der Transportquatsch verstopft
unnötig Straßen und zerstört sie. Hier halte ich den Gedanken der
Güterfreizügigkeit für verfehlt.

Natürlich ist es auch wiederum Unsinn, wenn man sich die
EU-Butterberge anguckt. Hier gehören die Subventionen natürlich
gekürzt, daß jedes Land nur soviel maximal Butter subventionieren
darf, wie es auch verbraucht.

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