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Hat Religionsunterricht an deutschen Schulen nichts zu suchen?

Hat Religionsunterricht an deutschen Schulen nichts zu suchen? Diese
Frage wird hier gelegentlich gestellt. Zum Hintergrund dieser Frage
muss man das eigentliche Problem durchleuchten. 

Wo findet der Religionsunterricht statt, wenn er nicht mehr an den
deutschen Schulen stattfindet? In Hinterzimmern, Kirchen und Koran
Schulen. Je nach Religionszugehörigkeit der Eltern.

Das kann aber auch nicht gewollt sein, weshalb sich der Staat
folgerichtig bemüht, auch den Religionsunterricht an Schulen
anzubieten. Verpflichtend ist er nicht, jeder hat i.d.R. die Wahl.

Wer sein Kind keiner Religion aussetzen mag, muss es nicht tun. Etwas
anders ist das bei konventionellen Schulen. Konfessionelle Schulen
dürfen Schüler zur Teilnahme am Religionsunterricht verpflichten.

Grundsätzlich muss man aber auch beachten, dass die Schule
Ländersache ist. Jedes Bundesland kann und wird also selbst
bestimmen, ob und wie es Religionsunterricht durchführen möchte. 

Eine in den 70er Jahren aufgekommene, also auch durchaus bewährte,
Alternative für Religionsunterricht ist der Ethikunterricht. In
manchen Bundesländern ist er Ersatzfach für Religion.

Wer das Fach nicht kennt, es wird oft auch als Philosophie Unterricht
oder in Niedersachsen auch als Werte und Normen Unterricht angeboten.
Vielleicht sollte man ihn als Ersatz heran ziehen?

Die Schüler lernen darin auch verschiedene Religionen kennen.
Allerdings bestünde dann wieder das Problem mit den Eltern, die ihre
Kinder dann eben in privaten Religionsunterricht schicken.

Was bleibt ist die Einsicht, dass es besser sein dürfte, das Fach
Religion an öffentlichen Schulen beizubehalten, wo man es eben
zumindest etwas besser in den Augen behalten kann.

Fanatikern sollte man den Unterricht der Kleinen schlichtweg nicht
überlassen.

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