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  • hgeiss

450 Beiträge seit 06.08.2014

Re: Landwirtschaft nur PR? Fussnote

Fussnote

Der Spruch von Marx heißt übrigens "verbauern und versauern", wenn ich mich recht erinnere, war er als Spott gegen den Philosophen Feuerbach gezielt. Theodor Herzls Einschätzung und die heutige Realität - 23 000 israelische Beschäftigte in der Landwirtschaft bei einer jüdischen Bevölkerung von 8 Millionen (?) - zeigt, dass bäuerliche Arbeiten für Israelis praktisch keine Bedeutung haben. Trotzdem hat es die Propaganda geschafft in uns allen Bilder von fruchtbar gemachten Wüsten, von „Tröpfchenbewässerung“ als Ausdruck ökologischer Wirtschaftsweise festzusetzen. Ich habe auch noch die Berichte von europäischen Akademikern im Kopf, die im Kibbutz Orangen pflücken, wobei es dies bei den ersten sozialistischen Pionieren sicher auch gab.
Wenn ich das richtig einschätze, dann ist die israelische Hight-Tech-Landwirtschaft aber das Letzte, was dieser Planet braucht. Es gibt bereits alle wunderbaren Nahrungspflanzen, die in allen klimatisch geeigneten Gebieten auch mit Erfolg kultiviert werden, seit ewigen Zeiten. Das Hungerproblem hat andere Ursachen, etwa dass das Land nicht den Menschen gehört, die davon leben könnten, sondern Großgrundbesitzern und ausländischen Agrarkonzernen, die lukrative Produkte für den Export anbauen.
Wir brauchen keine aufgeblasenen Neuzüchtungen, keine „Tomtoffel“ und keine Hypridsamen, die nur ein einziges Mal gute Ernten liefert und die Erzeuger nur von den Saatgutkonzernen abhängig machen. Und wir brauchen keine Ananas vom Südpol und keine aus der arabischen Wüste.
Das schreibt kein Theoretiker oder Träumer, sondern einer, der den Nahrungsanbau als die vielleicht edelste menschliche Tätigkeit begreift und Handarbeit der Kopfarbeit gleichstellt und es seit 40 Jahren schafft, in einer für Landwirtschaft schwierigen Gegend mit nur 3 frostfreien Monaten, seine Familie weitgehend mit Nahrung selbst zu versorgen.
Mir kann seit jeher die ganze Agrarchemie und Gen-Technik gestohlen bleiben, denn es gibt bereits alle Arten von Gemüse, Obst und Getreide, die uns ein gutes Leben ermöglichen.

Noch ein Wort zu Waffengeschäften, nicht nur der Israelis. In einem Polit-Thriller wurde ein Vertreter der Hochfinanz gefragt, warum sie sich jetzt auch noch als Waffenhändler betätigen. Es ginge gar nicht um den Profit daraus, war die freche Antwort, denn der Zweck sei die Verschuldung, die durch die Waffen und deren Zerstörung bei den Belieferten entsteht. Also die Versklavung der Völker durch Schulden und den Zwang zum Schuldendienst. Man beliefert Freund und Feind mit Waffen und kassiert dann in bewährter Parasitenmanier beide Seiten ab. Wer die Kriege der Neuzeit ein wenig durchleuchtet, wird dieses Prinzip allgemein feststellen. Die glänzenden Fassaden der Bankhäuser sollen über das blutige Geschäft hinweg täuschen. Auch Religionen und wohltätige Stiftungen können manchmal solche Fassaden sein und manchmal sogar Südfrüchte.

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