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  • freudhammer

664 Beiträge seit 14.12.2014

Sozialismus war wohl nur ein Etikettenschwindel

So wie die deutschen Nazis mit dem Prädikat „Sozialismus“ unter falscher Flagge segelten, so taten es auch die jüdischen Nazis und in dem sie Israel als sozialistischen Staat bezeichneten, konnten sie jüdische Europäer mit linker Ideologie nach Palästina locken. Es hat auch mir als Nichtjuden imponiert, wenn von der großen Gleichheit und dem Zusammenhalt in den Kibbuzim erzählt wurde. Wie Akademiker Orangen pflückten und auch Kibbuz-Leiter wieder selbstverständlich ins Glied zurückkehrten, wenn sie eine Altersgrenze erreicht hatten. Auch in der kollektiven Kinderbetreuung konnte ich als junger Mensch nur Gutes erkennen. Heute sehe ich es als ein Verbrechen an, wenn den Eltern und Großeltern die Kinder gleich nach der Geburt weggenommen werden. Leider sind wir auch in Deutschland nicht mehr weit von solchen inhumanen Verhältnissen entfernt.

Aber dass die Etikettierung des jüdischen Faschismus von Beginn an verlogen war, kann aus dem Umstand abgelesen werden, dass die Zionisten in Berlin unter der deutschen Nazidiktatur die Kriterien für eine Ausreise nach Palästina festlegten.
In der Berliner Meinekestrasse 10 saßen im 3. Reich eine Anzahl zionistischer Organisationen, die Jewish Agency soll die Selektion der jüdischen Interessenten vorgenommen haben.

„Es gab verschiedene Kategorien von Zertifikaten. Für jene der Kategorie "A" waren bestimmte Mindestkapitalien erforderlich. Sie wurden an Angehörige freier Berufe, Handwerker sowie Personen mit gesichertem Einkommen vergeben. Der grösste Betrag - tausend Palästina-Pfund - war für die sogenannten "Kapitalistenzertifikate" erforderlich. Unter die Kategorie "B" fielen Rabbiner, Schülerinnen und Schüler sowie Studentinnen und Studenten, deren Unterhalt in Palästina gesichert war, sowie ab 1933 die Mitglieder der "Jugend-Alija". Die "C"-Zertifikate wurden an Arbeiterinnen und Arbeiter vergeben, die eine entsprechende Vorbildung in handwerklichen oder landwirtschaftlichen Berufen vorweisen konnten, jene der Kategorie "D" an Personen, die von bereits im Lande Ansässigen erhalten werden konnten."

Quelle: Frank Stern und Barbara Eichinger: Wien und die jüdische Erfahrung 1900-1938. Akkulturation - Antisemitismus - Zionismus, Böhlau-Verlag 2010, S.74-75

Dieses Verfahren zeigt, dass Wohlhabenheit als Eintrittskarte für ein sozialistisches Land zumindest viele Fragen aufwirft.

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