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  • Planet-Mors

mehr als 1000 Beiträge seit 15.04.2010

Japan als strahlendes Vorbild

Das klingt doch nach paradiesischen Zuständen für Unternehmen und Staat. Ein Vorbild - wie ich finde - für uns alle.

Männer und Frauen arbeiten sich zu Tode für einen immer geringeren Lohn (haben wir in Deutschland ja auch Dank Schröder und der Agenda 2010). So haben beide weder Lust auf ein Leben nach der Arbeit noch auf Fortpflanzung und die Produktivität kann durch den Arbeitnehmer voll ausgeschöpft werden. Ich selbst stelle auch gerade fest, wie es sich anfühlt, wenn der Chef seit Jahren Lohnerhöhungen verweigert, Weihnachtsgeld streicht und der "Fachkräftemangel" einen Jobwechsel aussichtslos macht. Von WAS soll man da eine Familie gründen, wenn man seinen Kindern und seinem Partner ein wenig mehr bieten möchte als X-Box und Berlin Tag & Nacht?

Auch der Aspekt, dass die Menschen Selbstmord begehen ist ein Segen für die Gesellschaft, denn das sozialverträgliche Frühableben entlastet die Kassen. Schön wäre es, wenn die Arbeiter am Tag, an dem sie zu Rentnern werden, sich vom Hochhaus stürzen. Selbstverständlich gerne auch früher, dann aber nur mit Organspendeausweis und vorheriger Anmeldung (das Gewebe muss frisch bleiben für solvente Empfänger).

Da unsere Regierung aber für die Wirtschaft auch für den Nachschub von Humankapital sorgen muss, könnte man alle paar Jahre eine Grenzöffnung organisieren, um neue Fachkräfte ins Land zu holen. Der Vorteil, dass man für dieses Humankapital kein Kindergeld zahlen musste und die Leute hochqualifiziert und motiviert direkt ins Arbeitsleben einsteigen können (laut Studie nach durchschnittlich 6 Jahren), macht die Sache besonders lukrativ. DAS hat Japan noch nicht verstanden. Insofern haben wir da die Nase vorn und grasen schon jetzt den Welt-Fachkraft-Markt ab.

Japan ist ein Vorbild,und ich denke, dass unsere Wirtschaft sehnsuchtsvoll nach Japan schaut und unsere Politiker den Auftrag erhalten haben, dieses Paradies auch hier zu schaffen.

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