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mehr als 1000 Beiträge seit 11.07.2015

Typisches Clickbaiting oder fehlender Intellekt des (Chef-)Redakteurs

These des Artikels:
Überarbeitetung der Japaner (Kapitalismus) führt zu Müdigkeit und Interesselosigkeit am Sex.

Wird im ersten Teil für die 80h/W-Arbeiter auch glaubhaft dargestellt.
Ich, für mich persönlich und in meinem Erfahrungsumfeld (sexuell aktiv und unverheiratet 1976-1989) kann den Zusammenhang zwischen Müdigkeit und Interesselosigkeit an Sex allerdings nicht nachvollziehen.
Im zweiten Teil kommen die Hikikomori und die von ihren Eltern/Staat Abhängigen ins Spielfeld. Wenn die Schlußfolgerungen des ersten Teils zuträfen, müsste diese Gruppe ja viel Zeit und Spaß haben. Weiteres Gegenbeispiel: Babyboom und 80h/W im Wiederaufbau in der Nachkriegszeit.

Abgesehen von der, wieder einmal fehlenden, Betrachtung der Signifikanz der Studienergebnisse, erscheinen mir die daraus abgeleiteten trivialen Schlußfolgerungen fraglich. Beck und Luhmann (und vermutlich eine hohe Anzahl verstorbener Chefredakteure von Qualitätsmedien) rotieren vermutlich mit hoher Drehzahl in Ihrem Grab.

Fazit: Telepolis bedient wieder einmal unwissenschaftlich die Echokammern der Kapitalismuskritiker und Steinewerfer.

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