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  • Mr.Mustard

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re: re

Theraphosis schrieb am 21. November 2007 10:17

> Na ja, das mit dem wirtschaftlichen nobody kann ich ja gerade noch
> gelten lassen, obwohl Serbien sehr gut ausgebildete Fachkräfte hat
> und nicht zuletzt wegen der niedrigen Löhne als Produktionsstandort
> für viele Firmen interessant ist.

> Aber, abgesehen von der verfälschenden Berichterstattung in den
> hiesigen Medien, wieso ist Serbien ein politischer Unruhestifter?
> Hast Du Belege für diese Aussage?

> http://www.abendblatt.de/daten/2007/11/19/817899.html

"...
Die Kriegsgefahr in Bosnien wächst wieder
Zwölf Jahre nach dem Vertrag von Dayton, der den dreijährigen
Krieg im ehemaligen Jugoslawien beendete, wächst in
Bosnien-Herzegowina,
das aus der Serbischen Republik und der Bosnisch-Kroatischen
Föderation besteht, wieder die Kriegsgefahr. Die Serben im Land
liebäugeln nämlich mit Abspaltung.
..."

> http://de.rian.ru/world/20071121/89000517.html

"...
Analysten führen den Boykott in erster Linie auf Appelle
aus Belgrad zurück, nicht zur Urne zu gehen. Zugleich drohten
die örtlichen Behörden in serbischen Enklaven an, jene Serben
um den sozialen Schutz zu bringen, die an den "rein albanischen"
Wahlen teilnehmen würden...."

Aufgrund der Intrigen Belgrads haben sich die Kosovo Serben
also um den letzten bißchen Einfluß innerhalb der legalen
Entitäten im Kosovo gebracht, und sie verweigern jegliche
Kooperation. Damit ist das Umschlagen des Konfliktes in einen
heißen konflikt fast schon vorprogrammiert.
Der Verlierer steht jetzt schon fest : Die Kosovo Serben.

> Nö, ich gehe von 2011 aus, nicht aus wirtschaftlichen Grunden,
> sondern weil die Mitgliedschaft aller Ex-Yu-Staaten für die
> politische Stabilität des Balkan (und indirekt der gesamten EU) sehr
> wichtig ist.
> Die Mitgliedschaft wird ebenfalls aus politischen Gründen ohne Kosovo
> (Mafiastan stimmt durchaus), aber mit der Vojvodina kommen. An einer
> Abspaltung der Vojvodina hat ebenfalls nur Uncle Sam ein Interesse,
> die EU nicht

schaun wer mal wie´s kommen wird...

> > Kroatien steht dagegen wirtschaftlich blendend da,
> > und ist politisch stabil.

> Kroatien steht nur wirtschaftlich gut (blendend ist etwas anderes)
> da, weil es von Anfang an entsprechend gefördert wurde, die Kroaten
> waren ja die Guten und die Serben die Bösen.

Das istUnsinn, Kroatien hat vor allem den Vorteil von > 1000 km
Küste und Einnahmen aus dem Tourismus, sowie Häfen und
Werftindustrie. Man gibt sich auch jede Menge Mühe Investoren
ins Land zu holen, und die inländische Wirtschaft zu fördern.

> Auf politischer Ebene hat es noch mit der faschistoiden
> Hinterlassenschaft eines Tudjman und dem resultierenden
> Nationalismus zu kämpfen, siehe EU-Fortschrittsbericht.

Mag sein, da sieht es in Serbien allerdings nicht besser aus.
Die serbischen Rechtsextremisten haben bei den letzten
Wahlen 30 % der Stimmen erhalten...während die kroatischen
Rechtsextremisten bei der letzten wahl 6,4 % erhalten haben.

> Das sind aber alles Informationen, die man sich hier in D selbst
> besorgen muß. Von den Medien nachgetragen bekommt mn das nicht.

Ich bin nicht abhängig von deutschen Medien und durchaus im Bilde.

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