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  • hgeiss

357 Beiträge seit 06.08.2014

Die große Verarsche

Und wieder hält man uns das Stöckchen „Klimawandel“ hin und artig springen wir darüber, auch wenn wir nur Hähme ernten können. So bedarf es mittlerweile schon einigen Mut, wenn man die CO2-Theorie vom menschengemachten Klimawandel auch nur ansatzweise laut hinterfragt, denn sie ist ein in Stein gemeisselter Paragraph des politisch korrekten Glaubensbekenntnisses geworden, und jeder, der auch nur Anmerkungen macht, ist für Gläubige schon lange kein Narr mehr, sondern ein übler Ketzer, den man am liebsten auf dem Scheiterhaufen verbrennen würde, wenn, ja wenn dabei die CO2-Neutralität gegeben wäre...

Dieser Fanatismus hat mich irgendwann misstrauisch gemacht und so habe ich mich halt auch bei den Zweiflern umgehört, die man auf Grund ihres akademischen Grades nicht als Narren bezeichnen kann. Für mich bis dahin allesamt Mietmäuler, die der ungehemmten Industrieproduktion das Wort redeten. Heute mache ich bei dieser Einschätzung Ausnahmen, denn auf beiden Seiten geht es faktisch um immer mehr Produktion und damit Zerstörung. Und deshalb ist es überfällig beiden Seiten ihre scheinheilige Maske abzureissen.

Da ist es beinah nebensächlich, ob nun das Ansteigen von CO2 zur Erderwärmung führt, oder umgekehrt die zyklische auftretende Erderwärmung zum Anstieg von CO2, das etwa vermehrt aus den Ozeanen und auftauenden Dauerfrostböden freigesetzt wird. Wie weit dann auch noch das Verbrennen fossiler Rohstoffe und eine rücksichtslose Landwirtschaftspolitik bei der CO2-Problematik mitwirken, ist umstritten, das aus tausenderlei anderen Gründen hier eine Minimierung sinnvoll wäre, steht für mich außer Frage.

Von diesen „tausenderlei anderen Gründen“ hört man bei CO2-Gläubigen, zumindest in ihren öffentlichen Äußerungen, praktisch nichts. Und wie glaubwürdig ist – um eine bekannte Klimaheilige, Angela Merkel, zu nehmen, wenn sie auf Klimakonferenzen große Predigten schwingt und von Klimazielen schwadroniert, gleichzeitig aber eine Politik macht, bei der ökologische Aspekte völlig aussen vor gelassen werden: Da wird der Globalisierungswahn durch Freihandelsabkommen gefördert, heilig ist alleine, was Geld bewegt, zum Nutzen von internationalen Trusts. Der Begriff „Globalsierung“ - auch das kann man nicht oft genug deutlich machen - ist nur Neusprech für den neuen Kolonialismus, der in seinen Auswirkungen den alten weit übertrifft!
Oder die Kriegspolitik, die dieses koloniale Räubersystem flankiert, mit ihren völlig sinnlosen Zerstörungen an Menschen, ihrer Infrastruktur und der Ökologie ihrer Länder! Ich sehe nicht wie die Klimaheilige, da irgendwie reduzierend eingreift, mit "Klimapolitik" wird in Wirklichkeit genau das Gegenteil gemacht, was man vorgibt zu wollen, nämlich immer nur Verbrauch und Produktion anregen.

Ich erspare mir zu wiederholen, was ich alleine im letzten Jahr hier auf Telepolis zum Thema alles an Argumenten geschrieben habe, wer es nachlesen will, hier der Link dazu:
http://www.hgeiss.de/blogs/klima.htm

Folgende Gedanken möchte ich noch anfügen:

1. Die bayerische Donau zwischen Regensburg und Passau war in der „Warmzeit“ der römischen Besetzung und des frühen Mittelalters ein Weinanbaugebiet. Die irgendwann einsetzende „kleine Eiszeit“ machte den als schmackhaft gerühmten Baierwein zum Säuerling und die Eingeborenen stiegen notgedrungen auf Bier um. Aber den Wechsel von Warm- und Kaltzeiten bestreitet ja eigentlich auch niemand, man redet nur nicht darüber.

2. Ich glaube, dass die gemessenen Schwankungen des CO2-Gehaltes der Atmosphäre auch eine Folge des Raubbaues am grünen Kleid unseres Planeten sind. Deutschland war einmal ein Waldland, heute dominieren Agrarsteppen, die die meiste Zeit des Jahres keinerlei Vegetation tragen. Durch gigantisches Abbrennen der Regenwälder, in der Folge des imperialen Freihandels, durch Wüstenbildung durch verfehlte Agrarpolitik und eine wie ein Krebsgeschwür wuchernde Infrastruktur, mit allen Begleiterscheinungen, bleibt das auf der Strecke, was früher CO2 „gefressen“ hat, nämlich grüne Pflanzen, die uns im Tausch dafür eine atembare Luft lieferten. Zwei Drittel der Sauerstoffproduktion – so haben wir einmal gelernt – findet in den Ozeanen statt. CO2 bekämpft man deshalb am Besten durch großflächige Renaturierungen und Pflanzen von Wäldern und durch Schutz der Meere. (Mein Vorschlag: Keiner verlässt diese Erde, ohne doppelt soviele Bäume zu pflanzen, als er gefällt bzw. verbraucht hat!) Wobei uns aber immer das Sisyphushafte unserer Bemühungen bewußt sein sollte, denn schon der Ausbruch eines Riesenvulkans oder ein Riesenmeteoriteneinschlag kann für Jahre die Photosynthese durch Staubeintrag in die Atmosphäre zunichte machen. Doch diese Ereignisse werden wahrscheinlich nie zu unseren Lebzeiten eintreffen, wir sind für den menschengemachten Staub- und Gifteintrag verantwortlich. Hier nur auf das Kohlendioxid zu starren, wie der Hase auf die Schlange ist einfältig, denn es gibt heute etwa 1 Million verschiedener chemischer Verbindungen! Von ungefähr 5000 weiß man in etwa, welche Auswirkungen sie auf die Menschen haben. Mit weiteren 40000 heißt es, habe man Erfahrungen aus Tierversuchen. Von den restlichen 955000 weiß man so gut wie nichts. Über Kombinationswirkungen weiß man sowieso noch überhaupt nichts...
Wenn ich lese, dass ein Ozeanriese soviel Schwefeldioxid ausstößt, wie die gesamte Autoflotte Deutschlands (und unendlich viele andere Schädlichkeiten) und man bedenkt, wie viele Tausende davon unterwegs sind, um Waren ohne Sinn auf dem Globus herumzuschieben, was wäre das anderes als reiner Irrsinn? Und die Politik verkauft Verschmutzungszertifikate und reißt die Ländergrenzen ein, damit der Verkehr exponentuell anwächst. Verkehr überflüssig machen, in dem die Menschen wo sie leben ihr Auskommen haben, das wäre Klimapolitik und nicht die E-Mobilität fördern! Kann man eigentlich noch mehr verarscht werden?

Das Posting wurde vom Benutzer editiert (17.12.2016 18:24).

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