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  • van Grunz

mehr als 1000 Beiträge seit 27.12.2007

Klima...

Ganz früher™ hieß es: Klima-Erwärmung
Früher™ hieß es: Klima-Wandel
Heute™ heißt es: Klima-Krise

Wissen die Meinungs-Führer denn endlich, was sie wollen? Oder wie lange wollen sie die Nomenklatur noch rabulisieren?

Journalistische Arbeit sollte eigentlich versuchen herauszufinden, welche Positionen die Verhandler hinter verschlossenen Türen durchzusetzen versuchen.

Weder "eigentlich" noch "uneigentlich" -- sinnloseste Wort der Welt -- ist es nicht Aufgabe der Journalisten, geheime Informationen zu veröffentlichen. Ihre Aufgabe sei es, das zu berichten -- wertneutral und, so weit es geht, objektiv --, was in der Welt so vor sich geht. Auch wenn es um die Wert-Neutralität und erst recht um die Objektivität momentan ausgesprochen schlecht bestellt sind, so kann man gerade deswegen nicht erwarten, daß unter Verschluß gehaltene Informationen investigiert werden. Was hat der Autor geraucht, auf daß er auf solch abwegige Forderungen kommt?!

Wirkte schon die Ausgangsposition, dass Deutschland die Klimaziele 2020 nicht schaffen wird, wie eine Ohrfeige für die amtierende Bundesregierung, so wurden die neuesten Zahlen der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) über die atmosphärische Treibhausgas-Konzentration zu einem Aufwärtshaken. Noch nie sei die Kohlendioxid-Konzentration so schnell angestiegen wie 2016. Im weltweiten Durchschnitt lag die CO2-Konzentration in der Atmosphäre bei 403,3 ppm (Teilchen pro eine Million Teilchen), nach 400 ppm im Jahr 2015.

Sieh an -- noch so ein Apologet der "Treibhausgase". Jutta Blume? Franz Alt? Bist Du's?

Das letzte Mal, dass die Erde derart hohe CO2-Konzentrationen aufwies, war vor drei bis fünf Millionen Jahren.

Das ist eine glatte Lüge. Während der letzten Eiszeit (sic!) lag die CO2-Konzetration gut 10 Mal höher als heute. 10x!

Damals war der Meeresspiegel 20 Meter höher als heute. Und die Temperaturen lagen deutlich mehr als 2°C über den heutigen Werten[...]

Sieh an. Und die Menschheit lebt immer noch, inklusive Flora & Fauna, die der Mensch alleine durch seine aggressive Expansion sowie Industrialisierung (ich sage nur: monpolisierte Agrar-Wirtschaft, Glyphosat) stetig ausrottet. Nein, daran ist kein Klima der Welt Schuld -- das macht der Mensch ganz alleine, ohne sonstige Hilfe.

Der von den Grünen geforderte Kohleausstieg ist zwar in der Bevölkerung recht populär geworden, was darauf folgen soll, ist aber höchst unklar. Und höchst umstritten. Wird dieser Ausstieg der Startschuss zu einem ernsthaften Einstieg in die Solarisierung oder wird unter der Kompromissformel "technologieoffen" genau dieser Weg umschifft und stattdessen eine neue Epoche des Erdgases eingeleitet? Auch wenn dies weniger CO2 bei der Verbrennung entwickelt, trägt es weiterhin mit anderen Emissionen zur Verpestung des Planeten bei.

Sieh an. Welche "Verpestung" schüren denn Kohle-Kraftwerke oder Erdgas-Heizungen, von "Treibhausgasen" und Wasserdampf einmal abgesehen? Sind sie derart gefährlich wie ein Hochseedampfer, der Altölschlacke verbrennt, oder wie ein Atomkraftwerk, das bei Havarie ganze Landstriche unbewohnbar machen kann? Oder ein Flugzeug, das bei einem einzigen Flug mehr Treibstoff und damit giftige Rückstände produziert, als Dutzende von PKW in einem Jahr?

Es ist durchaus ein Mechanismus denkbar, der nach einem klimapolitischen Scheitern der Brückentechnologie Erdgas und einem endgültigen Abriss auch der letzten Windräder in zwei Jahrzehnten nur noch die CO2-freie Atomenergie als letzter Retter übrig ließe. Eine Verschwörungstheorie?

Wohl kaum. Politisch subventionierte Atomkraft beschert den Energie-Unternehmen, welche sie nutzen, die größtmöglichen Gewinne. Ein Schelm, wer jetzt daran denkt, durch die Hintertür "Klima-KRISE" Atomkraft wieder salonfähig zu machen.

Denn in den Heizungskellern spielt Kohle keine nennenswerte Rolle.

Völlig richtig, denn: "nicht mehr" spielen sie eine "nennenswerte Rolle". Während die Menschen noch vor wenigen Jahrzehnten die Kohlen in ihre Öfen schaufelten, werden sie heutzutage zwangsweise energie-technisch angebunden -- mit den anfallenden, nutzlosen, weil multinationale Konzerne subventionierenden, EEG-Abgaben, die zudem von Ausnahmen befreien, die bar jedes irgendwie gearteten "Klimaschutzes" sind.

Wirkliche Anstrengungen für eine solare Modernisierung im Wohnungsbestand fände Anfang und Grundlage in einem definierten Ende aller fossilen Kesselanlagen. Das wäre eine positive rote Linie, die sich nicht mit einer Zusammenfassung bestehender Regelungen zu einem Gebäudeenergiegesetz zufrieden gäbe.

Im Umkehrschluß bedeutete dies:
"Schafft endlich ein Gesetz, was die Demontage von Öl- sowie Erdgas-Heizungen abschafft, um der privatwirtschaftlich teuren Neu-Investition von neuen, fragwürdigen Energie-Wandlern förderlich zu sein."

Oder, um es mit anderen Worten zu formulieren:
Gesetzmäßige Abschaffung aller Alt-Anlagen, um eine neue, indirekte Subventionierung zu ermöglichen, die neuen Energie-Konzernen satte Gewinne beschert.

Was für ein Unfug. Wer letztendlich zahlt, das ist kein Regierung dieser Welt, sondern die Bürger, die sie zu vertreten vorgeben.

Der Umstieg auf die Erneuerbaren Energien ist gewissermaßen der Lackmustest, an dem die Bevölkerung sehen kann, wie ernst es die neue Regierung meint.

Die Regierung meint es nur mit Einem ernst:
Als Lobby-Diener für Energiekonzerne. Das sollte man sich stets im Hinterkopf behalten.

Das Posting wurde vom Benutzer editiert (05.11.2017 00:20).

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