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  • freudhammer

769 Beiträge seit 14.12.2014

Kann das Wort Klima nicht mehr hören

Schon den Begriff „Klimaprotest“ kann man als leidlich aufgeklärter Zeitgenosse nicht mehr hören. Nicht wegen dem Protest, denn dieser ist für tausenderlei Umweltzerstörung nötig. Nur das „Klima“ vorne dran ist lächerlich, so als wenn sich das Klima je um den Menschen gekümmert hätte, seit Bestehen der Erde wechseln sich wärmere und kältere Phasen ab. Im Abstand von ein paar hundert Jahren wird dann CO2 aus den Weltmeeren und Permafrostböden gelöst und die akademischen Maulhuren schreien: Seht, das CO2 ist schuld! Aber Ursache und Wirkung auseinanderhalten ist halt nicht jedermann Sachen und die Initiierung einer völlig neuen Industrieproduktion ist überaus karrierefördernd.

Dennoch wäre es erfreulich, wenn man die Kohleverbrennung zurückfahren könnte, aus vielerlei Gründen, etwa wegen der Landschaftszerstörung oder des Russniederschlages, am wenigsten wegen dem CO2. Den Strombedarf, und damit die Verbrennung fossiler Stoffe ließe sich am leichtesten senken, wenn man die Produktion schädlicher und überflüssiger Güter zurückfahren würde. Das Ziel der Proteste sollte also die hirnlose und parasitäre Verschwendungsgesellschaft sein. Was man nicht braucht, braucht man nicht herstellen, die Rohstoffe dafür nicht fördern und um den Globus verfrachten. Auch deswegen bin ich gegen die No-Border-Ideologie, denn eine grenzenlose Welt bedeutet grenzenloses Chaos, in der keinerlei sinnvolle Regeln und Begrenzungen durchgesetzt werden können, denn die Gierschlunde weichen einfach dorthin aus, wo es die Begrenzungen nicht gibt. Mit der Grenzenlosigkeit wird schon mittelfristig jede Ordnung zerstört, als erstes wohl die Sozialsysteme, denn die, die den Namen verdienen, sind nur in weitgehend geschlossenen Systemen möglich. Es ist – gewiss ein schlechtes Beispiel – als würde jemand guten Wein in die Donau kippen, nur Unternehmer und Banker werden sich über diese "Potenzierung" freuen.

Aber betrachten wir die großen Verdrecker der Atmosphäre. Da wären einmal die Vulkane, wobei die meisten unter den Ozeanen gar nicht zu sehen sind. Ein gerne übersehener Riesenverschmutzer sind die in Asien seit Jahrhunderten brennenden Kohlegebirge, die man nicht zu löschen imstande ist. Wer da dem Menschen quasi sein Feuerzeug aus der Hand schlagen möchte, begeht, bei freundlichster Betrachtung, nur eine symbolische Handlung.

Ab einem gewissen Alter erinnert man sich auch, dass uns vor nur wenigen Jahrzehnten eine kleine Eiszeit vorausgesagt worden war. Dann kam die Prognose einer menschengemachten Warmzeit und die berühmten Propagandabilder neuer Sintfluten und Horrorstürme. Mit Hilfe der global zusammenlaufenden Wetterbilder findet sich wirklich täglich eine neue Trockenheit, ein neuer Sturm, eine Überschwemmung. Irgendwo senken sich Inseln ab und man berichtet vom ansteigenden Meeresspiegel. Tatsache ist, dass etwa auf der Zugspitze heuer im Juni noch 6 Meter Schnee liegen und die Donau noch im Hochsommer vom Schneewasser aus den Alpen gefüllt ist. Oder dass man in einem amerikanischen Nationalpark die seit vielen Jahren aufgestellten Schilder vor berühmten Gletschern entfernt hat, auf denen stand, dass es sie 2020 nicht mehr geben würde. Mittlerweile sind sie wieder angewachsen.

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