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  • Ulrich R. Frank

917 Beiträge seit 14.12.2013

Mit (dem) System gepflegte Obskurität - wieso NICHT gegen dieses System sein?

Vielleicht wäre Herr Dr. Linden einmal dazu zu bewegen, in einem tp-Interview, darzulegen weshalb man dieses "System" NICHT ablehnen sollte. Und dabei auf alle unangenehmen Spezifika die nicht dem westlichen Abziehbild-Image entsprechen einzugehen.

Als da sind: es gibt keine politische Repräsentation und faktisch auch keinen Rechtsstaat mehr. Es gibt auch keine Privatsphäre mehr hier: es wird abgehört und verfassungsfeindliche Gerichte bahnen dem öffentlich-rechtlichen kulinarischen Verdummungsfunk den Weg in die Privaträume der Bürger. Beim Großen Bruder, unserem Vorbild, herrscht die Militärindustrie und Bürgern afro-amerikanischer Herkunft wird in den Rücken geschossen. Whistleblowern droht jahrzehntelange Einkerkerung, oder die Todesstrafe. Überhaupt stecken im "freisten" Teil des Westens Rekordzahlen von Bürgern im Gefängnis. Allein die USA haben eine riesige Gefängnisindustrie - alles "liberal" - und stecken pro Jahr ca. 1,3 Billionen Dollar in Rüstung. Deutschland verzeichnet Rekordwaffenexporte. Die Qualität der Institutionen und Repräsentanten wird immer schlechter. Usw. usw. usw.

Mit dem (Drittmittel-) Geist ist es auch nicht mehr weit her. Und wenn schon Herr Gauck als "Intellektueller" bezeichnet wird ist zu erkennen daß es ziemlich spät ist.

Dagegen hat Herr Linden bisher anscheinend nichts aufzubieten als den offensichtlich mißglückten Versuch eine böse, da kritische "Querfront" aufzubauen bzw. "wissenschaftlich" zu untermauern. Im Schulterschluß mit und aus der Blümchen-Perspektive der Amadeu-Antonio-Stiftung welche neuerdings auch in der taz polemisieren läßt, gegen KenFM z.B. Einer Stiftung bei welcher nach der Demo ins Kino gegangen und dann bei Ben&Jerry`s zum Eisessen eingekehrt wird. Mehr ist dazu nicht zu sagen.

Natürlich bildet der mainstream in Medien und Wissenschaft /selbst/ die Querfront, in einer im geistigen Tierreich beheimateten Mentalität. Aber das ist eigentlich schon zu hoch gegriffen. Es ist nur kindlich-kindisch was Herr Linden und seine GeistesgenossInnen betreiben: was man selber verbricht, damit werden andere angeschwärzt. Aber dieses Verhalten dürfte, in der herrschenden Atmosphäre, wohl auch karrierefördernd sein.

Das Posting wurde vom Benutzer editiert (08.07.2016 23:28).

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