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  • freudhammer

775 Beiträge seit 14.12.2014

Ein paar Gedanken dazu

Wir sind heute alle dekadent, die meisten mehr, wenige weniger. Man hat uns wie Nutztiere an regelmäßige Futtergaben gewöhnt, uns zwei linke Hände anerzogen, lassen uns täglich elektrisch zum Narren halten und gieren direkt nach den vertrauten Lügen, um ja nicht aus unserem Schafschlaf zu erwachen. Viele Begriffe in unserem Kopf sind längst Anderssprech, wie Orwell es einmal beschrieben hat, wir nennen totale Abhängigkeit Freiheit und Entmündigung Demokratie. (Wer Zweifel hat, sollte sich Die "Einsäulengewaltenteilung" ansehen https://www.youtube.com/watch?v=NzOclgO8ZYs).
Das Abendland, das wir uns gerne von stolzen Germanen und Kelten bewohnt vorstellen, die sich um sich und die Ihren kümmerten, im Thing Demokratie praktizierten und niemandes Herr und niemandes Knecht waren, - dieses Land ist, so es jemals existiert hat, spätestens untergegangen, als der römische Imperialismus über die Alpen und die Donau zu uns vordrang und mit ihm die Geldwirtschaft, das Zinseszinssystem und die Sklavenhaltergesellschaft. Rom war vielleicht selbst nur ein Werkzeug, vermutlich eine Erfindung orientalischer Kaufleute und Geldverleiher, die den italienischen Stiefel erobert hatten, eigentlich die ganze mediterrane Welt. Mit dem Handlungsprinzip des „Teile und herrsche“ eroberte Rom halb Europa, zerstörte dessen Werte, nicht anders als heute der als Globalisierung verbrämte Imperialismus, der auf den Spuren antiker Räuber- und Parasitenreiche wandelt. Der richtige Tsunami an Dekadenz kam aber erst mit dem Christentum, diesem Konstrukt des jüdischen Römers Saulus, der die Sekte erst verfolgte, dann wohl ihren Wert zur Disziplinierung und Befriedigung der unteren Schichten erkannte. Diese Sklavenreligion ließen die Cäsaren und ihre karolingischen Nachfolger mit Feuer und Schwert verbreiten, während sie Mönche von Feindesliebe säuseln ließen. Dass heute viele Europäer diese Religion heute gleichbedeutend mit dem Begriff „Abendland“ verstehen, lässt tief blicken, wohl so eine Art Stockholmsyndrom…
War Gehirnwäsche je erfolgreicher? Erinnert an die musikalische Beschallung mit klassischer Musik, während das Pentagon mit Napalm Dörfer verbrennen ließ. Die Herrschenden selber kümmerte die Feindesliebe noch nie, dieses süße Gift war ihnen nur der Weihrauch in Sonntagsreden. Werktags hielten sie sich lieber an den unbarmherzigen grausamen Gott der Juden und das alte Testament.
Ob wir heute in einer Endzeit leben oder ob das Schüren von Angst davor nur für ein Klima sorgen soll, unter dem sich Geld machen lässt, weil es jeden Widerstand lähmt? Wer weiß. Ich vermute aber, dass Knechte wie Herren heute von derselben Gehirnerweichung befallen sind.

Das Posting wurde vom Benutzer editiert (01.08.2019 15:44).

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