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  • Zielscheibe

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Leukämiecluster und Infektionen als auslösende Risikofaktoren (Quelle)

Wirklich schade, dass (alles andere als brandneue) Erkenntnisse
hinsichtlich der Ätiologie und Epiedemiologie kindlicher Leukämien
(vor allem, was die vermutete Rolle von (viralen) Infektionen
betrifft) so beharrlich ignoriert werden.

Aus der Konsequenz der Ignoranz leite ich die _Vermutung_ ab, dass
hier Publikationen des dem Minister Gabriel unterstehenden BfS dazu
dienen sollen, dessen angeschlagene Position im Hinblick auf den
Ausstieg aus der Kernenergie zu stärken.

_Wenn_ dem so sein sollte, ist das Volksverdummung pur.

Vor 5 Minuten habe ich Hr. BM Gabriel mit in diesem Sinne zu
erwartenden Äußerungen in den Nachrichten gesehen/gehört, flankiert
von Äußerungen eines BUND-Funktionärs, der natürlich die sofortige
Abschaltung der KKW forderte - im sicheren Wissen, dass beim
durchschnittlichen Zuschauer nur die Verbindung "AKW = Leukämie =
böse" hängen geblieben ist.

Wer sich ein wenig mit den Grundlagen befassen will, findet hier ein
paar Angaben, die als Ausgangspunkt weiterer Recherchen dienen mögen:

http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/artikeldruck.asp?id=12227

Zitat:
"Die Greaves-Hypothese wird durch diese Studie gestützt.
Leukämie-Cluster fanden sich vor allem in Gebieten mit 150 bis 499
Personen pro Quadratkilometer. In den 17 Ländern wurden bis zu 25
LeukämieCluster untersucht und mit Kontrollgebieten gleicher
Bevölkerungsdichte auf Umweltfaktoren und demographische Fakten
verglichen. Im Vergleich zu den Kontrollen fanden sich keine
Unterschiede bei Umweltfaktoren. So waren beispielsweise unter 240
Leukämie-Clustern nur vier in der Umgebung von Kernkraftwerken. Im
Gegensatz hierzu zeigten sich aber in den demographischen Fakten
Unterschiede. Typisch für Cluster waren Wohngebiete, in denen zu
isoliert lebenden Bewohnern neue Mitbewohner aus anderen Wohngebieten
hinzuzogen. Bevölkerungsdichten zwischen 250 bis 500 und 500 bis 750
pro Quadratkilometer gelten als besonders bevorzugt für Epidemien.
Ein Zusammenhang zwischen KinderLeukämie-Clustern und Mikroepidemien
bis jetzt unbekannter Erreger ist möglich. Die Ergebnisse der
Euroclus-Studie zeigen, daß Leukämie-Cluster im Zusammenhang mit der
Ätiologie und Biologie der kindlichen Leukämie gesehen werden müssen
und bei der ALL des Kindesalters Infektionen als auslösende
Risikofaktoren wahrscheinlich sind."
Zitat Ende.
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