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  • Pedro Páramo

1 Beitrag seit 11.02.2013

Persönliche und eigene Profitgier schwächt die Moral - Nicht die Märkte

Wenn ich den Text richtig verstehe ist der wahre Sprung in der
Bereitschaft die Maus sterben zu lassen zwischen dem individuellen
Szenario und dem biletaralen Szenario.

Die Überschrift und der Einleitungstext geben zu glauben, der wahre
Unterschied existiere dann, wenn man das Verhalten anderer sehe, da
dies die eigene moralische Einstellung relativieren würde. Den
Ergebnissen nach steigt aber die Wahrscheinlichkeit die Maus gegen
Geld in Szenario 2 und 3 zu opfern nur um 3,7 Prozentpunkte (obgleich
nicht klar ist, ob die Geldmengen gleich sind). 

Von Szenario 1 auf Szenario 2 springt die Wahrscheinlichkeit um 26,3
Prozentpunkte. Und dies obwohl im ersten Fall die Versuchspersonen
eigene 10€ auf den Tisch legen müssen, um die Maus zu retten. 

In den anderen Fällen würde die Rettung der Maus ihnen nichts kosten,
sie zu töten könnte aber einen monetären Reingewinn darstellen. Und
zur Sättigung (Sittigung?) dieses Durstes nach Gewinnen (so das
Ergebnis dieser, wohlbemerkt, einen Studie) tun Menschen eher die
Maus Opfern als um einen Reinverlust von 10€ zu vermeiden.

Ich halte diesen Unterschied für eklatanter als den zwischen
multilateralem und bilateralem Markt.

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