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  • freudhammer

mehr als 1000 Beiträge seit 14.12.2014

Beleidigung unserer in Jahrzehnten geschulten TV-Tatort-Kompetenz

Als ich am 22.Februar in einem Kommentar hier auf TP feststellte, es sei noch nichts bewiesen über die Tat in Hanau und man doch erst einmal warten sollte, bis man weiß, wer die Mutter des Täters getötet hat, ob der Täter sich wirklich selber getötet hat, was es für Indizien und Zeugenaussagen gäbe, die rechtfertigen, dass man den Anschlag derart politisch instrumentalisiert, wurde ich gelöscht. Ich kenne die Antwort auf meine Fragen noch immer nicht, weiß aber mittlerweile (was ich vorher nicht wusste), dass die Wahl zur Hamburger Bürgerschaft unmittelbar bevor stand und die schnellen Schuldzuweisungen Wahlkampf waren, Wahlkampf von der übelsten Sorte. Der Erfolg gibt den Agitatoren des Schmierentheaters aber recht, die Wahl ging aus wie gewünscht.
Nun wird mir niemand auch nur die geringste Nähe zur Rechten oder der AfD nachsagen können, (zu überprüfen auf 900 Kommentaren bei freudhammer.de), aber wenn etwas so durchsichtig und unfair abläuft, dann ertrage ich diese Unfairness nicht ohne zu widersprechen.
Wenn ich nichts überlesen habe, beim sogenannten Manifest des mutmaßlichen Täters, dann kann man ihn nicht in einer Nazi-, oder Rassistenecke verorten, denn er sah wohl sein Problem in der wachsenden Zahl der Erdbevölkerung und nicht bei irgendwelchen „Rassen“ oder Religionen. Hieß es nicht irgendwo auch, die Hälfte der Deutschen müsste weg? Ich glaube, es gab überhaupt keinen Satz zur Migrationsthematik in Deutschland, oder habe ich ihn einfach nicht gelesen? Wie kann man also dann eine Nähe zur strukturkonservativen und islamkritischen AfD herstellen? Von der zwar Ex-Chef Gauland auch eine Nähe zu echten Faschisten ausdrückte, als er einmal sagte er wolle Israel mit „deutschem Blut“ verteidigen? Aber bei der Solidarität mit den Zionisten unterscheidet er sich nicht von Union, SPD und Grünen.

Doch wieder zu Hanau. Eine große türkische Zeitung meldete, dass die Polizei im Rhein-Main-Gebiet schon vier Stunden vor den Bluttaten von geplanten Gewaltaktionen durch kriminelle Banden gewarnt wurde. Dazu gibt es etliche Zeugenaussagen, dass der als Täter beschuldigte nicht der Täter gewesen sei.

Bevor die Medien sich weiter mit Mutmaßungen und Psychiatrie beschäftigen, sollte erst einmal eine klare Beweisführung vorgelegt werden: Videoaufnahmen, Schmauchspuren, Fingerabdrücke und was wir alles so beim windigsten ARD-Tatort erwarten dürfen.

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