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  • phute

mehr als 1000 Beiträge seit 28.03.2002

Eine schwierige Gemengelage

Die eine Seite der Medaille:
Zum einen besteht die absolute Notwendigkeit den Islam als Ideologie
in unseren Breiten zu bekämpfen, wo es nur geht. Was wir hier erleben
ist mitnichten eine "mitgebrachte Tradition" der hier lebenden
Türken. Die meisten dieser Vereine sind entweder von AKP Kreisen oder
von den Saudis unterstützt und werden auch aus diesen Kreisen
finanziert. Es geht hier nicht um Religion sondern einzig und allein
um Politik! Diese Vereine stiften Unfrieden und versuchen - leider
erfolgreich - die türkische und arabische Community von der deutschen
Gesellschaft zu entfremden. Es ist schauerlich genug, dass die
Politik diesen Leuten keinen Riegel vorschiebt, sondern sie sogar
oftmals noch hofiert. (Vielleicht weil sie Panzer verkaufen wollen)
Die islamische Ideologie - so wie jede abrahamitische Religion - ist
mit den Grundsätzen eines modernen Rechtsstaates nicht vereinbar. Es
hat 300 Jahre Aufklärung gebraucht um die Macht der Kirche und ihre
verqueren Ideen auf jenen Grad zu bändigen, dass Menschen, die sich
ihr nicht zu unterwerfen gedenken unbehelligt leben können. Ich habe
keine Lust, dass meine Kinder diesen Kampf noch einmal führen müssen,
weil unsere Politik zu blöd ist, eine von außen gesteuerte Gruppe
religiöser Extremisten rauszuwerfen.
Wenn es uns nicht gelingt, einen zahmen, unpolitischen Islam
entstehen zu lassen, wird diese Ideologie mit allem, was uns lieb und
teuer ist zusammenkrachen. Der Rausschmiss dieser Vereine wäre also
eine gute Konfliktvermeidungsstrategie.

Die andere Seite der Medaille:
Zur gleichen Zeit formiert sich eine Form von Feindseligkeit, die
wiederum nicht ideologieorientiert sondern ethnisch orientiert ist.
Es geht gegen "Die Türken" nicht gegen die Scharfmacher unter ihnen.
Diese Entwicklung ist nicht nur bedrohlich, sie wird auch noch
gefördert. Kaum eine Reportage in unseren Medien spricht von den
Vereinen, es geht immer gegen Menschen.
Man trommelt es den Leuten ins Hirn; Die Türken sind dumm und faul
und gewalttätig und primitiv, sie kosten nur Geld und arbeiten
nichts, werden alle kriminell etc...
Man setzt sich also nicht mit den Wurzeln des Problems auseinander,
man sucht auch keine Lösungen, man definiert nur ein Ziel, auf dass
die Journaille dann mit Herzenslust ballern darf.

Bei all diesen Entwicklungen drängt sich mir doch ein gewaltiger
Verdacht auf - und damit unterstelle ich diesem doch eher mediokren
"Godwins Law" - Artikel, näher an der Wahrheit sein zu können, als
uns lieb ist:
WIr leben in einer Zeit, in der das Kleinbürgertum und der
Mittelstand verarmt, verelendet und um all seine Ersparnisse gebracht
wird. Hartz IV, Eurorettungen, miserable Löhne, Ungerechtigkeiten
wohin man sieht. Wir erleben einen gewaltigen Raubzug einer kleinen
Minderheit gegen die Mehrheit der Bevölkerung. Die Täter sind
eigentlich recht rasch ausgemacht. SIe stopfen sich vor unseren Augen
die Taschen voll, sind korrupt und werden so gut wie nie für ihre
Verbrechen belangt - im Gegenteil - sie bekommen Boni und neue, noch
besser bezahlte Posten. Zeitgleich wird das Volk immer mehr von den
elementarsten Entscheidungen ausgeschlossen und seiner Rechte
beraubt. Der Zorn ist groß und die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass
dieser einmal diese Parasiten treffen könnte - wenn nicht, ja wenn es
nicht einen anderen Sündenbock gäbe auf den man den Bild Leser hetzen
könnte. Das - so vermute ich - wird hier gemacht. Man fördert die
übelsten Seperatistenvereine ganz bewusst, damit es eine gut
erkennbare Gruppe von Leuten gibt, auf die der betrogene deutsche
Michel seine Wut auslassen kann, und in seiner Naivität und Dummheit
die wahren Diebe laufen lässt. Somit sehe ich Pogromstimmung - von
den Mächtigen gemacht um sich selbst zu schützen. Ich hoffe innigst,
dass die Leute doch noch die wahren Verursacher ihres Elends
ausmachen und diese Erschlagen, statt ein paar verführten Ausländern.


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