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Krieg gegen Russland hat der EU-Think Tank ISS bereits 2009 angekündigt

Krieg gegen Russland wurde schon vor Jahren in wertewestlichen Strategiepapieren angekündigt - ebenso die Motive. Die von den Kriegstreibern verbreiteten antirussischen Verschwörungstheorien sind die gleichen wie 1941.

EU-Think Tank ISS:
"Hard power politics - Clausewitzian influence over alienated state regimes. Some alien-
ated regimes will still exist in 2020 - the key uncertainty here being the Kremlin. If so, we will need to retain a capability to meet their deliberate challenges to our vision of the world. This will require hard military power, but also an increased focus on asymmetrical forms of destruction, notably in the cybersphere. This is of major concern to the East-
ern members of the EU, and if the ESDP is unable to provide this then they will turn to NATO or directly to the US."
https://web.archive.org/web/20120111092046/http://www.iss.europa.eu/uploads/media/What_ambitions_for_European_defence_in_2020.pdf

2009 diskutierten deutsche Militärs auch schon die Spaltung der Ukraine:
"De-facto-Staat" Ostukraine
german-foreign-policy.com, 01. Dezember 2009
Deutsche Militärkreise debattieren über eine erneute Osterweiterung
der NATO und über eine Spaltung der Ukraine. Wie ein früherer
Mitarbeiter des Amtes für Studien und Übungen der Bundeswehr
schreibt, sei die Ausdehnung des westlichen Kriegsbündnisses auf
ukrainisches Territorium weiterhin im Gespräch. Komme es tatsächlich
zu einem solchen Schritt, dann "träte wahrscheinlich nur die
Westukraine" der NATO bei. "Die Ostukraine" werde "in diesem Fall
unabhängig oder ein De-facto-Staat wie Abchasien." Der Autor, ein
Oberstleutnant der Reserve, stellt seine Überlegungen in einer
militärischen Fachpublikation vor und bettet sie ein in einen
Rückblick auf alle NATO-Osterweiterungen der vergangenen 20 Jahre.
...
Der damalige Bonner Verteidigungsminister Volker Rühe habe im März
1993 als erster öffentlich erklärt, das Kriegsbündnis auf mehrere
Staaten Osteuropas ausdehnen zu wollen, berichtet Brill. Damals habe
Washington höchst skeptisch auf die deutschen Vorschläge reagiert;
die Osterweiterung sei Politik "Made in Germany" gewesen."
https://www.heise.de/forum/p-28488383/

Im Kaukasus soll offenbar eine neue Kriegsfront eröffnet werden:
"Die künftigen Kriege der EU
Regierungsberater aus Berlin und London skizzieren in einer aktuellen Studie konkrete Einsatzszenarien künftiger EU-Militärinterventionen sowie sich daraus ergebende angebliche Rüstungslücken in der EU.
...
Kämpfe in Südkaukasus
Die Autoren legen ihrer Untersuchung konkrete Szenarien zugrunde, die Auskunft darüber geben, welche Art von Militäreinsätzen EU-Strategen in den nächsten Jahren für denkbar halten. Ein Beispiel bietet ein Szenario, das einen "friedenserzwingenden" Einsatz im Südkaukasus beschreibt. Dabei wird eine EU Force South Caucasus (EUFOR-SC) nach Armenien und Aserbaidschan entsandt; die beiden Länder haben sich im Szenario soeben über mehrere Monate einen erbitterten, mit allen Mitteln geführten Krieg geliefert, in den schließlich auch jihadistische Terroristen eingegriffen haben. Die EU wird nun beauftragt, die Einhaltung eines prekären Waffenstillstandes zu erzwingen. In einem ersten Zugriff sollen die zwei EU-Battlegroups, die turnusgemäß stets bereitgehalten werden, binnen kürzester Frist intervenieren, um ein Wiederaufflackern der Kämpfe zu verhindern. Anschließend soll die eigentliche EUFOR-SC, eine Streitmacht von rund 60.000 Soldaten, im Einsatzgebiet eintreffen. EUFOR-SC verfügt über Land-, Luft- und Seekomponenten und über Spezialkräfte; unter anderem sollen rund 150 Kampfjets entsandt werden und bis zu 250 Einsätze pro Tag fliegen. Laut der DGAP-IISS-Studie würde EUFOR-SC nach heutigem Stand vor allem im Bereich der Land- und der Luftstreitkräfte einige angeblich unzureichende Kapazitäten aufweisen, sofern Großbritannien die EU-27 unterstützte. Beteiligte das Vereinigte Königreich sich nicht, träten noch Lücken bei der Marine hinzu.
...
Douglas Barrie, Ben Barry, Henry Boyd, Marie-Louise Chagnaud, Nick Childs, Bastian Giegerich, Christian Mölling, Torben Schütz: Protecting Europe: meeting the EU's military level of ambition in the context of Brexit. London/Berlin, November 2018.
https://web.archive.org/web/20181208131708/https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/7806/
https://dgap.org/en/research/publications/protecting-europe

Auf der NATO-Kriegskonferenz in München träumt Merkel vom Endsieg gegen Russland:
"Ich bin hundert Prozent überzeugt, dass wir mit unseren Prinzipien siegen werden."

"Generalstabsoffizier Reinhard Herden, Bereichsleiter für Analysen
und Risikoprognosen des Amtes für Nachrichtenwesen der Bundeswehr,
nach intensivem Gedankenaustausch mit Angehörigen der
US-amerikanischen Military Intelligence Community in einem
offiziellen Organ der Bundeswehr bereits 1996
...
«Das 21. Jahrhundert wird die Ära eines neuen Kolonialismus sein ...
Die Kolonien der Zukunft werden vor allem Ressourcenlieferanten und
Absatzmärkte für die Kolonialmächte sein. ... Die Regierungen der
reichen Staaten werden physische und digitale Sicherheitskorridore
für den Abtransport von Bodenschätzen und den Handel sowie zu
Informationszwecken einrichten und überwachen.»"
http://www.ag-friedensforschung.de/themen/Bundeswehr/woit.html

In den BRD-Strategiepapieren dazu ließt sich das folgendermaßen:
"Nach dem Ende des Ost-West-Konfliktes muß eine stabile Ordnung auch
für den östlichen Teil des Kontinents gefunden werden. Daran hat
Deutschland ein besonderes Interesse, weil es aufgrund seiner Lage
schneller und unmittelbarer als andere von den Folgen östlicher
Instabilität betroffen wäre.
...
Ein stabilitätsgefährdendes Vakuum, ein Zwischen-Europa darf es nicht
wieder geben. Ohne eine solche Weiterentwicklung der
(west-)europäischen Integration könnte Deutschland aufgefordert
werden oder aus eigenen Sicherheitszwängen versucht sein,die
Stabilisierung des östlichen Europa alleine und in der traditionellen
Weise zubewerkstelligen.
...
Seine Lage, seine Größe und sein enges Verhältnis zu Frankreich
verleihen Deutschland eine besondere Verantwortung für die
Integrierung des östlichen Teils Europas und die Chance, eine für
sich und Europa gute Entwicklung maßgeblich zu befördern.

Mit der Übernahme der Präsidentschaft der Union am 1. Juli 1994 hat
für Deutschland eine lang währende große Anstrengung begonnen, um
dieses Ziel zu erreichen.

III. Was ist zu tun? - Vorschläge
...
• die Stärkung der außen- und sicherheitspolitischen
Handlungsfähigkeit der Union,
• die Erweiterung nach Osten."
https://web.archive.org/web/20150812070211/https://www.cducsu.de/uplo
ad/schaeublelamers94.pdf
https://www.heise.de/forum/p-28488383/

BRD-Kriegsdoktrin 1992:
"(8) Aufrechterhaltung des freien Welthandels und des ungehinderten
Zugangs zu Märkten und Rohstoffen in aller Welt im Rahmen einer
gerechten Weltwirtschaftsordnung"
"Ohne Deutschland ist es unmöglich, die osteuropäischen Völker zu
integrieren."
"Vertiefung und Erweiterung der europäischen Integration
Entwicklung Europas zum globalen Akteur
Stabilisierung der östlichen Reformprozesse
Reform der transatlantischen Partnerschaft
Fortentwicklung der euro-atlantischen Institutionen"
http://www.ag-friedensforschung.de/themen/Bundeswehr/vpr1992.html

Die deutschen Imperialisten wollten schon Krieg gegen Russland als es noch gar kein Deutschland gab:
"Debatten zu Südosteuropa in der Paulskirche
Klaus Thörner
...
Noch weiter als Moering ging ein Parlamentarier, der die Schaffung eines »mitteleuropäischen Riesenstaates« zu Deutschlands »Mission« erhob. Dieser »Riesenstaat mit einer Bevölkerung von 70 bis 100 Millionen« solle »gerüstet gegen Osten und Westen, gegen die slawischen und lateinischen Völker« dastehen, den Engländern die Seeherrschaft abringen und »das größte und mächtigste Volk auf diesem Erdenrunde« werden (RfdN, Bd. 4: 2882). [ 6 ]
...
Ein anderer Parlamentarier sprach vom »heiligen Krieg«, der ohnehin irgendwann »zwischen der Kultur des Westens und der Barbarei des Ostens« ausgetragen werden müsse (Wollstein 1977: 303).
[ 41 ] Ein weiterer erklärte: »Wenn es je zum Kriege kommen sollte, dann käme es zu einem Kriege zwischen Deutschen und Slaven« (RfdN, Bd. 4: 2779). [
42 ] Heinrich von Gagern schrieb im Rückblick über die Periode der bürgerlichen Revolution:

Der Krieg mit Rußland – um der Ostsee und der Ostseeprovinzen willen – um Polens – um der Donau und der orientalischen Verhältnisse … war der populärste durch ganz Deutschland (zit. n. Valentin 1977, Bd. 1:544).

Bakunin berichtete, »das sinnlose Geschrei der Deutschen gegen die Slawen« sei 1848/49 am lautesten im Frankfurter Parlament zu vernehmen gewesen. Dies hätte nichts mehr mit Demokratie zu tun gehabt, sondern sei »der Ruf des deutschen nationalen Egoismus« gewesen. Die Deutschen seien seit langem gewohnt gewesen, die »Slawen« als ihre Leibeigenen zu betrachten und verträten die Auffassung, sie müßten jene »unter dem Stock halten«, um sie zu disziplinieren (zit. n. MEW 18: 609). Bakunin bemerkte:

In diesem Haß gegen die Slawen, in dieser Slawenfresserei waren sich sämtliche Parteien (1848/49) ausnahmslos einig; … am lautesten schrieen die Demokraten gegen die Slawen: in Zeitungen und Broschüren, in Parlamenten und Volksversammlungen, in den Klubs, den Bierkneipen und auf der Straße… Es war ein solcher Lärm, ein so unaufhörlicher Sturm, daß die Slawen, wenn das deutsche Geschrei
jemanden töten oder beschädigen könnte, schon längst allesamt umgekommen wären (Bakunin 1973: 137 f.).

Den Hass auf Rußland bezeichnete Bakunin als eine »der stärksten Nationalleidenschaften Deutschlands« (zit. n. MEW 18: 613).

Die Redebeiträge der Paulskirchenversammlung dokumentieren, wie sehr eine angebliche »slavische Gefahr« als Bedrohung der deutschen Kultur und der deutschen Wirtschaftskraft betrachtet wurde. Sechs Jahrzehnte später wurde diese Gefahr zum Begründungsmuster für die angebliche Notwendigkeit des Ersten Weltkrieges (Lammich 1978: 3, 5)."
https://web.archive.org/web/20090404001504/http://www.isf-freiburg.org/verlag/leseproben/thoerner-suedosten_lp1.html

Pentagon-Plan von 1992:
"Excerpts From Pentagon's Plan: 'Prevent the Re-Emergence of a New Rival'
...
Our first objective is to prevent the re-emergence of a new rival, either on the territory of the former Soviet Union or elsewhere, that poses a threat on the order of that posed formerly by the Soviet Union. This is a dominant consideration underlying the new regional defense strategy and requires that we endeavor to prevent any hostile power from dominating a region whose resources would, under consolidated control, be sufficient to generate global power. These regions include Western Europe, East Asia, the territory of the former Soviet Union, and Southwest Asia.

There are three additional aspects to this objective: First, the U.S. must show the leadership necessary to establish and protect a new order that holds the promise of convincing potential competitors that they need not aspire to a greater role or pursue a more aggressive posture to protect their legitimate interests. Second, in the non-defense areas, we must account sufficiently for the interests of the advanced industrial nations to discourage them from challenging our leadership or seeking to overturn the established political and economic order. Finally, we must maintain the mechanisms for deterring potential competitors from even aspiring to a larger regional or global role. An effective reconstitution capability is important here, since it implies that a potential rival could not hope to quickly or easily gain a predominant military position in the world.
...
access to vital raw materials, primarily Persian Gulf oil;"
http://www.nytimes.com/1992/03/08/world/excerpts-from-pentagon-s-plan
-prevent-the-re-emergence-of-a-new-rival.html

Das Posting wurde vom Benutzer editiert (25.10.2020 15:56).

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