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  • Artur_B

mehr als 1000 Beiträge seit 09.09.2004

Mal so gefragt

Was wäre denn anders, wenn die Waffe von Puskaric und Rosemann gekommen wäre und nicht von Wohlleben und Schultz? Das ist ziemlich eindeutig zu sehen: der Umgang mit Wohlleben müsste sich dann grundlegend ändern.

Die drei mussten flüchten, nachdem die Polizei in Jena ihre Garage durchsucht hatte. In Wohllebens Auto, das dieser bereitwillig zur Verfügung stellte. Was ja eine gewisse Nähe andeutet. Wohlleben ist auch auf der "Garagenliste" und kann sicher über die anderen Auskunft geben, die ebenfalls auf der Liste stehen. Er könnte auch etwas wissen über den Bundeswehr-Sprengstoff, der in der Garage gefunden wurde. Niemand von den lebenden Zeugen hatte dermaßen direkten Kontakt zum NSU wie Wohlleben. Und zwar vor, während und nach der Garagenaktion. Keiner der lebenden Zeugen kann so viel zur Aufklärung beitragen wie Wohlleben.

Und, wird er dazu irgendwie befragt? In keiner Weise. Nichts. Das Verfahren gegen Wohlleben hat nur den Zweck, dass dieser nicht aussagt. Stattdessen wird er mit einer sehr konstruierten Anklage konfrontiert, bei der er wahrscheinlich, wenn überhaupt, nur eine untergeordnete Rolle gespielt hat. Auch wenn das von der Staatsanwaltschaft Behauptete stimmt, sind 12 Jahre weit überdimensioniert.

Ziemlich eindeutig: Wohlleben soll einsitzen, weil er zu viel weiß. Seine Überlebenswahrscheinlichkeit in diesen 12 Jahren ist - Prognose - eher gering.

Gruß Artur

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