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  • tomrobert

mehr als 1000 Beiträge seit 13.08.2016

Im Sumpf der Pseudodemokratie und glorifizierter Vergangenheit

Was an der AfD viele fasziniert und wesentlich von der FDP unterscheidet, das ist die Tendenz zum starken Staat. Zwar wollen sie den Staat entschlacken, was gleichbedeutend ist mit : Steuerhindernisse und Beschränkungen für die Wirtschaft abbauen,aber den alten Hierarchien und Strukturen von Staat, Kirche und Militär wieder den alten Rang einräumen und so festzurren, das sie als traditionelle Kontrollorgane wieder Respekt und für Standesbewusstsein sorgen.
Wenn es nicht so lächerlich wäre, könnte der Beobachter gut und gerne von einer Renaissance des Adels und seiner Privilegien ausgehen.
Viele Menschen die unsichere Zeiten vor sich sehen, sehnen sich nach einem starken Staat der alles regelt und wieder übersichtlich macht.
Die Regierung Merkel befördert das alles noch. Den Demokratie lebt nur von finanziell unabhängigen wissenden Menschen. Insofern kollidiert Demokratie mit dem Kapitalismus,denn demokratische Rechte enden am Werkstor der Profite. Wer Demokratie will, der muss erkennen, das Demokratie im Kapitalismus nur unter Kapitalisten funktioniert. Folglich müssen die Menschen in den Stand versetzt werden, finanziell unabhängig und frei und wissend zu sein. Das Eine bedingt das Andere! Ein bedingungsloses Grundeinkommen würde diesen Schritt hin zur wirklichen Demokratie und einer auf Synergieeffekten basierenden Wirtschaft, weg von Ausbeutung, sehr befördern.

Das politische Establishment wünscht das nicht, da die neoliberale Wirtschaft primär auf Ausbeutung beruht. So sind die Angebote der Parteien: Die AfD will den starken ordnenden Staat, der die Probleme dem nationalen Pathos unterordnet (wer sich nicht ausbeuten lässt ist entweder ein Ausländer oder kein guter Deutscher), eine CDU die mit der Markt konformen Demokratie die demokratischen Rechte dem Markt unterordnet und somit die Demokratie gewissermaßen abschafft,
ein Linke die auch von Oben strikte aber "gerechte Strukturen" schaffen will, eine SPD die von Allem ein bisschen will aber eben auch keine selbständigen freien Bürger, und eine FDP die überhaupt keinen Staat will und der Wirtschaft möglichst noch die gesamten Steuereinnahmen überlassen möchte.
Was wir mit den etablierten Parteien erleben und mit der AfD den Gipfel erreicht,das ist eine Intensivierung der ökonomischen Diktatur. Ob die nun ein Freiheitsmäntelchen bedeckt, oder das Deutschnationale, ein Linkes versehen mit viel Gutmenschen die vor allem die Aufgabe haben die eigenen Linken Klientele im Sprachlosigkeit zu ersticken, bleibt sich am Ende gleich.

In diesem Kontext wird vom Establishment so ziemlich alles Bemüht, vom Gender Wahn bis über den Deutschen Kulturwahn, dem Weltkriegshelden über Lisas Entführung bis hin zum bösen Linken der dem Bürger sein Häuschen rauben will, alles findet sich im Repertoire des Systems um ja die Macht und Eigentumsstrukturen eines dahin siechenden Systems im Angesicht der technischen Revolution zu erhalten.
Nur wirkliche Demokratie durch wirtschaftliche Unabhängigkeit für die breite Masse der Bürger, wirkliche Mitentscheidung abseits alle vier Jahre mal ein Kreuzchen machen zu dürfen, das bekommt der Bürger nicht!

Deshalb ist es eigentlich egal was die Menschen wählen.

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