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  • freudhammer

mehr als 1000 Beiträge seit 14.12.2014

Wäre ein eigenes Thema und eine längere Diskussion wert

@exkölner schrieb:

Dazu sind eine große, perspektivlose Unterschicht, wie in den USA üblich, sehr hilfreich für die Rekrutierung "freiwilliger Soldaten". War vielleicht auch nur zufällig, aber nach einigen Jahren H4 in Deutschland, wurde die Wehrpflicht abgeschafft ...

Der Kapitalismus braucht bekanntlich immer ein Arbeitslosenheer, damit die Löhne gedrückt werden können und sich für die schmutzigsten Jobs immer noch jemand findet. Man braucht ja nur schauen, aus welchen sozialen Schichten Söldner kommen, hätten sie eine andere Chance gehabt, hätten sie sich die als Abenteuer angepriesene Erniedrigung von sich und anderen nicht angetan.

Als einer, der schon als junger Mensch erlebte, wie der Militärdienst Menschen veränderte, wie aus zuvor vernünftigen Freunden Deppen, Säufer, Raucher und Grobschwätzer wurden, wie sie politisch umgedreht zurückkamen und nicht mehr über die Notstandsgesetze nachdenken wollten, wo sie, im Fall des Falles, als Arbeiter und Angestellte in Uniform auf aufständische Arbeiter und Angestellte schießen müssten, denen es plötzlich egal war, dass die BW einem Bündnis angehört, in denen die Hauptmacht gerade in Indochina so viele Bomben abwarf, wie im ganzen WK2 gefallen waren und und…
Wie sagte mein Vater, wenn im Betrieb junge Kollegen nach dem Barras zurückkamen? Sie spuren, aber sie sind stinkfaul geworden…

Ich selber habe diesen Untertanen und Deppen produzierenden Zwangsdienst verweigert und seine Abschaffung begrüßt. Heute ertappe ich mich aber öfter bei dem Gedanken, dass wir heute das vermutlich wehrloseste Land der Welt sind, alle privaten Waffen sind verboten – von Jägern und Hobbyschützen abgesehen - niemand kann mehr eine Waffe bedienen, ernsthagt sich und die Seinen beschützen. Wir sind zu auf Handys starrende Karikaturen geworden, die täglich in der Traumwelt Hollywoods baden…

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