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  • Herr Troll

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Moralischer Furor eliminiert nicht die Notwendigkeit ....

...den Gegenstand der Diskussion sorgfältig ins Auge zu fassen.

> DJ Holzbank schrieb am 24. September 2012 13:06

> Wir reden hier aber nun einmal über "die Einzelheiten dieses
> speziellen Falles", den mörderischsten Krieg der Geschichte, 

Genau darüber reden wir nicht, sondern über die Zwänge, die in diesen
Krieg mündeten, also über die Zeit unmittelbar VOR Ausbruch des
Krieges.

Damals waren weder die Geschichtsbücher, die Deinen Aplomb hier und
heute beflügeln und unser Geschichtsbild bestimmen sollen, noch der
"mörderischste Krieg der Geschichte" bestehende Tatsachen, sondern
lagen in einer aus Sicht der Zeitgenossen unbestimmten Zukunft.

WAS allerdings eine Tatsache war, ist, dass Deutschland sich von
einer Paktbruderschaft feindseliger Staaten umrundet sah, derer Viele
nicht den Anspruch erheben konnten, moralischer zu sein, als es
Deutschland zu der Zeit war. Alles, was Du Deutschland vorwirfst und
womit Du Deinen Protest hier unterfütterst, war noch nicht geschehen.

Es gab nur eine Kriegs-Allianz, die auch der Strasser-Fraktion zum
Verhängnis geworden wäre.

Darum, und nur darum, ging es.

Dass die Untaten der Gegnerstaaten Deutschlands in ihren jeweiligen
Kolonien oder bei ihren Feldzügen immer noch gering eingeschätzt oder
ignoriert wurden, liegt lediglich am latenten Rassismus der
Geschichtsschreiber, die bequemerweise ihren Schuldigen gefunden
haben und damit unser Geschichtbild prägen. Und natürlich an deren
dankbarem Publikum, das glaubt, dass es was glauben muss.

Frag' aber z.b. mal 'nen Chinesen nach dem Opiumkrieg.

Das Bild der hochmoralischen Gegnerallianz, die Deutschland zu Fall
bringen wollte, ist unzutreffend.

Der Rest Deiner Antwort ist Vergangenheitsprophetie, die den Vorteil
hat, dass das Prophezeite schon eingetroffen oder zumindest
aufgeschrieben ist. 


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